Bahn frei für den Jugendstrategieplan 2016-2020

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Der Jugendstrategieplan hat das Ziel, die Situation junger Menschen in der DG zu verbessern. Er ist das Steuerungsinstrument für eine neue, wissensbasierte Jugendpolitik. Das Parlament verabschiedete den zweiten Jugendstrategieplan am 26. Januar 2015.

Möglichkeiten zur Verbesserung der Lebenssituation Jugendlicher finden sich in allen Politikbereichen der DG wieder. Daher verpflichtet der Jugendstrategieplan nicht nur den zuständigen Jugendminister sondern die gesamte Regierung der DG.

Der zweite Jugendstrategieplan (JSP II) umfasst den Zeitraum 2016-2020. Er geht wie der erste Jugendstrategieplan nach vier Etappen vor:

  1. Analyse der aktuellen Lebenssituation Jugendlicher in der DG
  2. Bedarf erkennen und Maßnahmen zur Verbesserung der Lebenssituation Jugendlicher planen
  3. Maßnahmen umsetzen
  4. Evaluation

Basis des Jugendstrategieplans war eine detaillierte Analyse. Um den Bedarf der Jugendlichen zu ermitteln, dienten Daten aus dem Jugendsektor als Grundlage. Die Jugendorganisationen, die Jugendinformationszentren, die Offene Jugendarbeit, das Jugendbüro und der Jugendrat haben ihren Beitrag dazu geleistet. Um in einem zweiten Schritt Aktionen zu planen, mussten zuerst die Themen festgelegt werden.

Logo Jugendstrategieplan_250 pxlDie vier Schwerpunktthemen des Jugendstrategieplans 2016-2020 sind:

  • Stark gegen Abhängigkeit
  • Vielfalt fördern
  • Politische Bildung
  • Emotionen und Selbstbild

Eine Steuergruppe erarbeitete diesen Plan. Sie bestand aus Vertretern der vier Kabinette, des Jugendsektors und des Fachbereichs Jugend des DG-Ministeriums.

Im Juni 2014 gab es einen öffentlichen Workshop mit Organisationen aus dem Jugend- und Sozialsektor. Die Ergebnisse dienten als Basis für den Aktionsplan 2016-2020, den die Steuergruppe mit dem Rat der Deutschsprachigen Jugend ausgearbeitet hat. Das Ergebnis ist ein Plan mit elf Aktionen.

Jugendstrategieplan I 2013-2015

Der erste Jugendstrategieplan (JSP I) „Zukunft für alle jungen Menschen - Benachteiligte junge Menschen in den Fokus“ hatte zwei Schwerpunktthemen:

  • gezielte Maßnahmen für junge Menschen mit vielfältiger Problembelastung
  • Umgang mit Gewaltbereitschaft bei jungen Menschen

Zu diesen beiden Themen gab es einen Aktionsplan mit sieben Projekten. Die Ausarbeitung des zweiten Jugendstrategieplans überschnitt sich zeitlich mit der Umsetzung dieses ersten Aktionsplans.

Der Jugendstrategieplan ist verankert im Regionalen Entwicklungskonzept „Ostbelgien leben“ (REK). Er ist in den Themenbereichen Bildungsregion, Solidarregion und Lebensregion vertreten.