Offene und mobile Jugendarbeit in der DG

Offenes Ohr und Platz zum Wohlfühlen

Die Jugendarbeiter und ihre Aufgaben

Die Jugendarbeiter betreuen u.a. die Jugendtreffs. Sie lancieren Projekte mit den Jugendlichen, gehen auf sie zu und beraten sie bei persönlichen Problemen und Fragen. Ein Beispiel: Jugendliche aus Weywertz suchen neue Räume für einen Jugendtreff. Der Jugendarbeiter bespricht mit Eltern und Behörden die Möglichkeiten und hält in der Zwischenzeit Kontakt zu den Jugendlichen.

Mobile Jugendarbeit

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Um die mobile Jugendarbeit kümmern sich zwei Streetworkerinnen. Sie gehen auf Jugendliche zu, die sich hauptsächlich auf öffentlichen Plätzen aufhalten und haben ein offenes Ohr für deren Bedürfnisse. Mit ihnen ergreifen sie Maßnahmen, die die Lebenssituation dieser Jugendlichen verbessern. Die Streetworkerinnen helfen im persönlichen Gespräch oder durch Projekte bei Problemen wie Arbeitslosigkeit, Wohnungssuche oder verdeckte Obdachlosigkeit. Sie kümmern sich auch um Drogenprobleme, Probleme mit der Justiz, Schulden, Gewalt, psychische oder familiäre Probleme.

Seit Mai 2015 wird MOBY eingesetzt, ein Wohnmobil, das zu einem Jugendmobil umgestaltet wurde. Es tourt durch Eupen, Lontzen und Kelmis. Auf diese drei Gemeinden beschränkt sich die mobile Jugendarbeit.

Koordination im Ministerium

Der Fachbereich Jugend koordiniert die Arbeit aller Akteure in der DG. Schließlich sollen die Maßnahmen ineinandergreifen und voneinander profitieren. Im Ministerium der DG kümmern sich vier Mitarbeiter um die offene und organisierte Jugendarbeit sowie die Jugendinformationszentren. Sie koordinieren Weiterbildungen, Maßnahmen und Projekt, bezuschussen die Organisationen und überprüfen, ob die Förderkriterien erfüllt wurden.

Die DG unterstützt auch die Träger der offenen Jugendarbeit finanziell. Dabei orientiert sie sich an einem Leistungsauftrag. Der regelt die Aufgaben und den Einsatz des Jugendarbeiters, die Finanzen und die Überprüfung der Dienstleistung. Ob der Leistungsauftrag umgesetzt wird, kontrolliert ein Begleitausschuss aus Vertretern der Regierung, des Ministeriums, der Gemeinde und dem Träger der Offenen Jugendarbeit. 

Die Basis und der Jugendstrategieplan

Die Basis der Jugendarbeit sind die Sozialraumanalysen pro Gemeinde. Die Jugendarbeiter nehmen die Lebenswelten von einzelnen Szenen und Cliquen unter die Lupe: Wie erleben sie ihr Dorf oder ihren Stadtteil? Welche Qualitäten haben Orte und Räume? Wie sieht die Struktur der Lebensräume aus? Dabei verwenden sie statistische Daten und die Methoden der „kleinen“ Feldforschung: Sie befragen Schlüsselakteure, wie Gemeindeverantwortliche, Jugendliche, Vereine und Schulen. 

Der Jugendstrategieplan ist das Steuerungsinstrument für eine neue, wissensbasierte Jugendpolitik. Dieser Plan hilft dabei, die Lebenssituation der  Jugendlichen in der DG zu verbessern. Er wurde erarbeitet von einer Steuergruppe aus Vertretern der Kabinette, des Jugendsektors und des Fachbereichs Jugend des DG-Ministeriums. Die Schwerpunkte 2016-2020 sind:

  • Stark gegen Abhängigkeit
  • Vielfalt fördern
  • Politische Bildung
  • Emotionen und Selbstbild