19.11.2018

Umfassende Studie der KU Leuven zur Lebenssituation Jugendlicher in Ostbelgien

Ergebnisse des ersten ostbelgischen Jugendberichts werden nun vorgestellt

Im Jahr 2015 hat das Parlament der Deutschsprachigen Gemeinschaft beschlossen, alle fünf Jahre einen wissenschaftlichen Bericht zur Situation der jungen Menschen in Ostbelgien in Auftrag zu geben. Hintergrund war das Ziel, eine evidenzbasierte Politik im Jugendbereich zu führen. Der erste „Jugendbericht" wurde 2018 durch die beiden Forschungsinstitute „Institut für Arbeit und Gesellschaft“ (HIVA) und „Centre for Sociological Research“ (CeSo) der Katholischen Universität Leuven verfasst.

Der Öffentlichkeit vorgestellt wird dieser umfassende Bericht nun am 29. November, ab 16:45 Uhr im Jugendheim "Area48", Hauptstraße 48A, 4730 Raeren.

Neben der Vorstellung der Ergebnisse durch die Forscherinnen der KU Leuven wird es auch eine Podiumsdiskussion sowie die Gelegenheit zum Networking geben. Ministerin Isabelle Weykmans hat ihren Besuch der Veranstaltung ebenfalls zugesagt.

Für die Erstellung des Berichts wurden bestehende Daten, die sich weitgehend auf die Jugend in Ostbelgien beziehen, systematisiert und analysiert. Datenlücken wurden mithilfe von Fokusgruppendiskussionen mit Jugendlichen und jungen Erwachsenen aus Ostbelgien geschlossen.

Die Struktur des Berichts folgt weitgehend der Bildungs- und Berufslaufbahn Jugendlicher in Ostbelgien, d.h. vom Eintritt in das Bildungssystem bis zum Übergang in den Arbeitsmarkt, und gibt einen umfassenden Überblick über die Lebensrealität von Jugendlichen und jungen Erwachsenen in der Region. Zum Schluss werden einige bereichsübergreifende Themen im Zusammenhang mit Wohlbefinden und soziokulturellen Aktivitäten untersucht.

Klare Strukturierung in fünf Teilen

Der erste Jugendbericht Ostbelgiens ist klar strukturiert in die folgenden Bereiche:

  • Der erste Teil umfasst auf der Basis demografischer Daten eine allgemeine Beschreibung der Zielgruppe hinsichtlich allgemeiner Merkmale wie Alter, Geschlecht, Nationalität usw.
  • Der zweite Teil untersucht insbesondere die Situation von Jugendlichen, die eine Schulbildung genossen haben. Nach einem kurzen Überblick über das Bildungssystem in Ostbelgien konzentriert sich der Bericht auf die Bereiche Kompetenzen, schulisches Wohlbefinden und Lernen sowie auf Bildungsziele und Schulabschluss.
  • Der dritte Teil befasst sich mit dem Übergang von der Schule in den Beruf sowie mit den Arbeitsmarktpositionen und Karrierezielen junger Erwachsener.
  • Im vierten Teil werden die Querschnittsthemen Wohlbefinden und soziokulturelle Aktivitäten von Jugendlichen und jungen Erwachsenen in Ostbelgien beleuchtet.
  • Der letzte Teil fasst die wichtigsten Ergebnisse zusammen und formuliert Empfehlungen, insbesondere in Bezug auf statistische Daten und ein mögliches Monitoring von jugendspezifischen Themen.

Veranstaltungsreihe Ostbelgien und Du


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