Unbefristete Arbeitserlaubnis A

Wer kommt für den Erhalt der Arbeitserlaubnis A in Frage?  

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Die Arbeitserlaubnis A ist eine Arbeitserlaubnis auf unbestimmte Zeit. Sie ist für alle gegen Lohn ausgeübten Berufe und bei jedem Arbeitgeber in Belgien gültig. 

Der Antrag auf Erhalt der Arbeitserlaubnis A muss in der Region bzw. Gemeinschaft gestellt werden, wo der Arbeitnehmer seinen Wohnsitz hat. 

Die unbefristete Arbeitserlaubnis „A“ kann nur aufgrund persönlich geleisteter Arbeitsjahre erteilt werden. 

Die Arbeitserlaubnis „A“ wird dem ausländischen Staatsangehörigen erteilt, der nachweist, dass er in einem maximalen Zeitraum von zehn Jahren legalen und ununterbrochenen Aufenthalts, der der Einreichung des Antrags unmittelbar vorausgeht, vier Arbeitsjahre mit einer Arbeitserlaubnis „B“ geleistet hat. Darüber hinaus muss der Antragsteller belegen, dass er effektiv während dem erforderlichen Zeitraum gearbeitet hat. Zeiträume vollständiger Arbeitsunfähigkeit infolge einer Berufskrankheit, eines Arbeits- oder eines Wegeunfalls während einer regulären Beschäftigung bei einem in Belgien ansässigen Arbeitgeber, werden jedoch mit Arbeitszeiträumen gleichgesetzt. 

Die Frist von vier Arbeitsjahren wird für Staatsangehörige von Staaten, mit denen Belgien durch internationale Abkommen beziehungsweise Vereinbarungen in Angelegenheiten der Beschäftigung von Arbeitnehmern verbunden ist, auf drei Jahre reduziert. Wenn der Ehepartner oder die Kinder des ausländischen Staatsangehörigen sich legal zusammen mit ihm in Belgien aufhalten, wird die Frist von vier Jahren ebenfalls auf drei Jahre reduziert. Beide Bedingungen sind kumulierbar. Je nach persönlicher Situation müssen sie also mindestens zwei und maximal vier Arbeitsjahre vorweisen können. 

Im Gegensatz hierzu werden bestimmte Arbeitsjahre sowie bestimmte Aufenthaltserlaubnisse nicht für den Erhalt der Arbeitserlaubnis „A“ berücksichtigt.

Die Antragsformulare sind beim Ministerium der Deutschsprachigen Gemeinschaft erhältlich oder stehen unten als Download zur Verfügung. Die vollständige Antragsakte wird bei dieser Behörde eingereicht.

Achtung: Das Ministerium der Deutschsprachigen Gemeinschaft ist nur für Ihren Antrag zuständig, wenn Sie in der Deutschsprachigen Gemeinschaft wohnhaft sind. Sind Sie in der Wallonischen Region, Flämischen Gemeinschaft oder der Region Brüssel Hauptstadt wohnhaft, muss der Antrag bei der dort zuständigen Behörde gestellt werden.

Das Ministerium der Deutschsprachigen Gemeinschaft prüft inhaltlich die Berechtigung des Antrags.

Entspricht das Ergebnis den Bedingungen des KE vom 9. Juni 1999, wird die Arbeitserlaubnis „A“ auf den Namen des Antragstellers ausgestellt und an die Gemeindeverwaltung seines Wohnortes geschickt. Die Gemeindeverwaltung fordert den Antragsteller schriftlich auf, die Arbeitserlaubnis A persönlich abzuholen und ein aktuelles Passfoto mitzubringen.

Wenn der Antrag nicht vollständig ist, falsche Angaben enthält oder nicht den Bestimmungen entspricht, wird er abgelehnt. Diese Ablehnungsentscheidung mit Angabe der genauen Gründe wird Ihnen per Einschreiben zugestellt.