Was hat sich seit dem 1. Januar 2019 verändert?

Seit dem 1. Januar 2019 gilt die EU-Richtlinie 2011/98/EU vom 13. Dezember 2011. Darin geht es um

  • ein einheitliches Verfahren zur Beantragung einer kombinierten Erlaubnis für Drittstaatsangehörige, sich im Hoheitsgebiet eines Mitgliedstaats aufzuhalten und zu arbeiten
  • ein gemeinsames Bündel von Rechten für Drittstaatsarbeitnehmer, die sich rechtmäßig in einem Mitgliedstaat aufhalten

Den Antrag, um eine Arbeitserlaubnis zu erhalten, reicht weiterhin das Unternehmen beim Ministerium der Deutschsprachigen Gemeinschaft ein. Der Antrag beinhaltet zusätzlich Dokumente, die für den Erhalt des Aufenthaltsrechts erforderlich sind.

Wenn der Drittstaatsangehörige grünes Licht kriegt, erhält er ein Aufenthaltsdokument mit einem Vermerk, dass er Zugang zum Arbeitsmarkt hat. Er erhält also nur noch ein Dokument anstelle von zwei Dokumenten.

Die Arbeits-und Beschäftigungserlaubnis B bleibt weiterhin bestehen für

  • eine Beschäftigung von weniger als drei Monaten
  • Grenzgänger
  • Au-Pair-Jugendliche.

Wenn sich Drittstaatsangehörige aus anderen Gründen als der Arbeit bereits in Belgien aufhalten, steht auf deren Aufenthaltsdokument, ob sie Zugang zum Arbeitsmarkt haben oder nicht. Folglich benötigen diese Personen seit dem 1. Januar 2019 keine Arbeitserlaubnis C mehr.

Wer ist für welchen Antrag zuständig?

Welche Behörde den Antrag, um die kombinierte Erlaubnis zu erhalten, bearbeitet, bestimmt der effektive Arbeitsort des Arbeitnehmers.

Welche Behörde sich um den Antrag, um die unbefristete Arbeitserlaubnis zu erhalten, kümmert, hängt vom Wohnsitz des drittstaatsangehörigen Arbeitnehmers ab.

Welche Bedingungen erfüllt werden müssen, um als ausländischer Arbeitnehmer in Belgien arbeiten zu dürfen bzw. um als Arbeitgeber einen ausländischen Arbeitnehmer legal beschäftigen zu dürfen, erfahren Sie in den weiterführenden Artikeln.

Für zusätzliche Informationen wenden Sie sich bitte an den zuständigen Fachbereich des Ministeriums der Deutschsprachigen Gemeinschaft.