Demenz oder nicht – wie viel Vergesslichkeit ist normal?

Vergesslichkeit kann viele Ursachen haben. Manchmal ist sie die Folge einer anderen Erkrankung, sie kann auch Anzeichen einer beginnenden Demenzerkrankung sein. Wenn Sie hierzu Informationen benötigen, gibt es mehrere Beratungsstellen in Ostbelgien.

Vergesslichkeit kann viele Ursachen haben. Manchmal ist sie die Folge einer anderen Erkrankung - beispielsweise bei Depressionen, Vitamin- oder Flüssigkeitsmangel, Störungen der Blutversorgung des Gehirns, Schädelhirntrauma. Sie kann auch durch Stress etwa als Folge einer Unter- oder Überforderung entstehen.

Andererseits kann Vergesslichkeit ein Anzeichen für eine beginnende Demenzerkrankung sein. Wenn Sie hierzu Informationen benötigen, gibt es mehrere Beratungsstellen in Ostbelgien.

Erste Anzeichen

Oft sind es die Angehörigen, die zuerst die Veränderungen im Verhalten einer Person bemerken. Ihre Beobachtungen sind in diesem Zusammenhang sehr wichtig. Denn wenn sich das Verhalten oder die Persönlichkeit verändern, kann dies eine Vorbote für eine Demenzerkrankung sein.

Für Betroffene und Angehörige ist es jedoch meist schwierig, zu unterscheiden, welches Maß an Vergesslichkeit noch "normal" ist oder ab wann sich ein Arztbesuch empfiehlt. Zögern Sie also nicht Ihren Hausarzt aufzusuchen, wenn:

  • Sie sich Sorgen um ihr Gedächtnis und/oder

  • das Gefühl haben, vergesslicher geworden zu sein.

Einige Formen der Vergesslichkeit kann der Arzt tatsächlich behandeln. Bei anderen - etwa der Alzheimer-Erkrankung - können Medikamente den Verlauf zumindest verlangsamen und Betroffene (und ihre Angehörigen) auf diese Weise unterstützen.

Der Weg zum (Fach)Arzt

Bei folgenden Symptomen kann eine Beratung hilfreich sein:

  • Gedächtnisstörungen (Verwirrtheit, Vergesslichkeit), Sprachschwierigkeiten (Wörter vergessen oder falsch benutzen);
  • Orientierungsprobleme (vergessen, wo man ist oder welcher Tag heute ist);
  • Schwierigkeiten bei einfachen Rechenaufgaben;
  • Dinge regelmäßig an den falschen Platz stellen;
  • Persönlichkeitsveränderungen;
  • Antriebslosigkeit (z.B. kein Interesse mehr an Hobbys).

Für eine Diagnose kann man sich an seinen Hausarzt oder Fachärzte wie Neurologen und Geriater wenden. Die St. Vither Memoryklinik und ihr spezialisiertes Team untersuchen und begleiten Betroffene ebenfalls.

Hilfe und Information

Info Demenz Eifel organisiert regelmäßig Austauschgespräche. Dort sprechen Angehörige von Demenzbetroffenen über die Krankheit und die Belastung der Pflege und stützen sich gegenseitig. Die Einrichtung bietet auch Schulungen für Angehörige an.

Die beiden Krankenhäuser und die Krankenpflegevereinigung haben gemeinsam das Faltblatt "Patienten mit einer Demenz im Krankenhaus" erstellt. Es steht im Downloadbereich zur Verfügung.

Hilfreich kann auch die Internetseite lebenmitdemenz.be sein. Dort finden Betroffene und ihre Verwandten viele gute Anregungen, Tipps und Erklärungen. Sie beinhaltet auch die Adressen aller Anbieter in der Deutschsprachigen Gemeinschaft.