Wie hoch ist das Risiko zu erkranken und was kann ich dagegen tun?

Einfacher als gedacht: Vorbeugung von Brustkrebs

Valérie Keutgen

Ein Drittel der Brustkrebs-erkrankungen nach den Wechseljahren hängt mit dem persönlichen Lebensstil zusammen. Wir können unser Risiko also entscheidend beeinflussen.

 

Valérie Keutgen, Referentin für Gesundheitsförderung im Ministerium der DG

Einseitige und zu fettige Ernährung, Genussmittel und zu wenig Bewegung sind Faktoren, die Brustkrebs fördern. Immer mehr von uns sind in Berufen beschäftigt, die körperlich wenig belastend sind, in denen wir uns kaum bewegen.

Das Risiko steigt mit dem Alter, das bedeutet jedoch auch, dass der Lebensstil der Vorjahre entscheidend ist. Inzwischen steigt das Krebsrisiko bereits ab dem 30. Lebensjahr:

Das Brustkrebsrisiko in Zahlen

In Belgien ist das Brustkrebsrisiko bei der Frau das höchste in ganz Europa. In Ostbelgien ist das Risiko an Brustkrebs zu erkranken etwas niedriger als im landesweiten Durchschnitt. Die Grafik zeigt, dass im statistischen Mittel in Ostbelgien von 100.000 Frauen 99,8 an Brustkrebs erkranken.

Der Trend bis 2025

Bis 2025 ist eine steigende Anzahl Neuerkrankungen zu erwarten. Das hängt damit zusammen, dass die Anzahl der Frauen im Alter zwischen 50 und 69 Jahre zunehmen wird. In dieser Altersgruppe ist das Risiko an Brustkrebs zu erkranken am größten. Das Risiko zu erkranken, kann jede Frau beeinflussen.

Die Chancen, Brustkrebs zu heilen und vorzubeugen

Brustkrebs ist die Krebsart, an der am meisten Frauen sterben. 20% der an Krebs erkrankten Frauen sterben an Brustkrebs.

Erfreulicherweise sinkt die Anzahl der Frauen die an Brustkrebs sterben jährlich um ca. 2 %. Das liegt auch daran, dass Brustkrebs immer früher erkannt wird. Bereits jetzt sind 80 % aller Brustkrebsfälle Krebsformen im frühen Stadium.

Wenn der Krebs früh entdeckt wird, ist es viel einfacher ihn zu heilen. An einem Früherkennungsprogramm teilzunehmen, kann also dafür sorgen, dass die Behandlung leichter wird und mit weniger großen Einschnitten verbunden ist. Außerdem ist die Chance zu überleben größer, wenn der Krebs noch nicht so weit fortgeschritten ist.

Früherkennung von Brustkrebs

Neben der jährlichen Routineuntersuchung beim Frauenarzt, ist es wichtig, dass Sie regelmäßig selbst Ihre Brust abtasten. Ihr Frauenarzt zeigt Ihnen gerne, wie es geht. Wenn Sie einen Knoten oder andere auffällige Symptome feststellen, gehen Sie sofort zum Arzt. Frauen, bei denen es Hinweise auf ein vererbtes Brustkrebsrisiko gibt, brauchen zur Früherkennung eine individuelle Beratung beim Frauenarzt.

Die DG finanziert ein kostenloses Krebsfrüherkennungsprogramm für die Altersgruppe mit dem höchsten Brustkrebsrisiko. Frauen zwischen 50 und 69 Jahren erhalten alle zwei Jahre eine Einladung. Mehr Infos unten und im Faltblatt unter „Mehr zum Thema“.

Der Mammotest - kostenlos für Frauen zwischen 50 und 69 Jahren

 

Das belgische Krebsfrüherkennungsprogramm heißt Mammotest. Diese Röntgenaufnahme der Brust dauert ungefähr 10 Minuten, die Strahlung ist sehr gering. Geräte, Aufnahmetechnik und medizinisches Personal unterliegen strengen Qualitätskontrollen. Zwei verschiedene Röntgenfachärzte begutachten die Aufnahmen, um falsche Ergebnisse zu vermeiden. Die Krankenhäuser in Eupen und St. Vith haben geprüfte und anerkannte Mammotest- Einheiten.