Darmkrebs: Früherkennung ist möglich!

Früherkennung für wen?

WUSSTEN SIE, DASS...  Darmkrebs nach Prostata- und Lungenkrebs bei Männern und Brustkrebs bei Frauen die häufigste Krebserkrankung in der DG ist? Nach Lungenkrebs ist Darmkrebs die Erkrankung, die für die meisten Todesfälle durch Krebs verantwortlich ist

(Quelle: Krebsregister 2013).

Der Test wird Frauen und Männern im Alter zwischen 50 und 74 Jahren empfohlen. Bei Menschen ab 50 Jahren steigt das Risiko, an Darmkrebs zu erkranken. Personen, die noch nie am Test teilgenommen haben, erhalten eine Einladung. Diejenigen, die schon einmal an der Früherkennung teilgenommen haben, erhalten alle zwei Jahre den Test per Post.   

Der Test

Zahlreiche internationale Studien und ein Pilotprojekt in Belgien haben gezeigt, dass der „iFOBT“-Test am besten zur Früherkennung von Darmkrebs geeignet ist. Dieser Test weist Blut im menschlichen Stuhl nach. Diese Blutspuren sind für das Auge unsichtbar. Der Test ist für jedermann schnell und einfach zuhause durchführbar. Eine einzige Stuhlprobe reicht aus.

KIT_Früherkennung Darmkrebs
Programm zur Früherkennung von Krebs

Wenn der Test negativ ist

In circa 95 % der Fälle weist der Test kein Blut nach, er ist „negativ“. Ihr Darm ist gesund. Nach zwei Jahren erhalten Sie wieder einen Test. Es ist sehr wichtig, dass Sie regelmäßig am Test teilnehmen, damit Veränderungen im Darm rechtzeitig festgestellt und behandelt werden können.

Wenn der Test positiv ist

In circa 3 % der Fälle weist der Test Blut nach, er ist dann „positiv“. Das bedeutet nicht automatisch, dass Sie Krebs haben. Um herauszufinden, woher die Blutspuren im Stuhl kommen, wird Ihr Arzt eine Darmspiegelung verordnen. Dabei wird häufig eine Schädigung des Darms festgestellt, z.B. durch sogenannte Polypen. Aus diesen Polypen kann Krebs entstehen. Bei der Darmspiegelung werden Sie darum direkt entfernt.

Falls bei der Darmspiegelung festgestellt wird, dass Sie bereits Krebs haben, handelt es sich meist um Krebs im Frühstadium. Wird Krebs früh erkannt, verbessert das Ihre Heilungschancen erheblich.

Erhöhtes Risiko

Personen, die ein höheres Risiko aufweisen, weil sie selbst oder ihre nächsten Angehörigen bereits an Darmkrebs oder einer chronischen Darmerkrankung leiden, werden besonders betreut und werden nicht eingeladen an diesem Programm teilzunehmen. Bei ihnen wird zur Früherkennung direkt eine Darmspiegelung durchgeführt.

Gemeinsam gegen Darmkrebs

Um das Früherkennungsprogramm zu organisieren und umzusetzen, hat die DG einen Vertrag mit dem Gemeinschaftsreferenzzentrum für Krebsfrüherkennung (CCR) abgeschlossen. Das CCR wird von der Wallonischen Region, der Gemeinschaftlichen Gemeinschaftskommission Brüssel und der Deutschsprachigen Gemeinschaft (DG) bezuschusst. Die DG finanziert die Broschüren, die Einladungen sowie die Auswertung der Untersuchungen.

Alle Einzelheiten zur Durchführung des Tests finden Sie in der Broschüre unter „Mehr zum Thema“ und in der Anleitung zum Test.