Regionalentwicklung

Ländliche Entwicklung in den Gemeinden

Seit 1998 begleitet die WFG die ostbelgischen Gemeinden bei der Ausarbeitung und der Durchführung von kommunalen Programmen zur ländlichen Entwicklung(KPLE), zuerst als Koordinator und später als Projektautor und zuletzt als Begleitorgan.

Die Erstellung dieser Programme, nimmt im Durchschnitt 2-3 Jahre in Anspruch und beruht auf einem starken Beteiligungsprozess der Bevölkerung. Dabei spielt die Örtliche Kommission für Ländliche Entwicklung (ÖKLE), die aus Gemeinderatsmitgliedern und Bürgern der Gemeinde besteht, eine zentrale Rolle. Dieser Prozess dient dazu, eine Entwicklungsstrategie für die jeweilige Gemeinde, anhand einer Stärken-Schwächen-Analyse, der Festlegung von konkreten Zielsetzungen und entsprechenden Aktionen und Projekten zu definieren. Letztere sollten alle Bereiche des kommunalen Lebens umfassen. Grundlage des Prozesses ist ein Dekret der Wallonischen Region und der politische Wille der Gemeinde, sich in einer solchen Aktion zu engagieren.

Die anschließende Umsetzungsphase umfasst 3, 5 oder 10 Jahre, je nach Bewilligung des Programms durch die Wallonische Region. Danach wird das Programm geprüft, neu angepasst und weiter geführt.
Das Endresultat, das so genannte KPLE beinhaltet schließlich eine Zusammenfassung der Ist-Situation, die Entwicklungsstrategie und die Ziele der Gemeinde, sowie alle daraus resultierenden Projekte und Aktionen.

Alle sieben ländlichen Gemeinden der DG - Eupen und Kelmis entsprechen nicht den ländlichen Kriterien - haben ein KPLE erarbeitet. Die WFG hat dabei Leistungen in erheblichem Umfang erbracht. In einigen Gemeinden hat sie dafür mit der "Fondation rurale de Wallonie" zusammengearbeitet. Für die Gemeinde Büllingen, Raeren und St.Vith gilt die WFG nach Abschluss der Studie weiter als Begleitorgan.

Impulszentrum Holz

Seit 1998 wird die Entwicklung der Holzwirtschaft in Ostbelgien durch das Kompetenzzentrum Holz der Wirtschaftförderungsgesellschaft Ostbelgiens (WFG) mit Sitz in St.Vith gefördert.

Das Projekt “Impulszentrum HOLZ und  nachhaltiges und innovatives Bauen” ist durch die Deutschsprachige Gemeinschaft (DG) in Kooperation mit der WFG auf den Weg gebracht worden, um die regionale Holzbranche zu stärken und als wirtschaftlichen Motor auszubauen. Ziel ist die Entwicklung und Promotion innovativer Produkte und Lösungen in der Holzwirtschaft  und in ergänzenden Bereichen. Die Dienstleistungen des Zentrums richten sich an sowohl an Betriebe der Holz- und Bauwirtschaft als auch an Verbraucher.

Im Dienste der Unternehmen

  • Beratung/ Vorführung/ Ausstellung
  • Fachräume/ Fachvorträge
  • Gemeinsame Projekte/ R&D (Verbindung unterschiedlicher Materialien etc.)
  • Regionale/ überregionale Vermarktung
  • Treffpunkt von Anbietern & Nutzern fachspezifischer Dienstleistungen, innovativer Produkte
  • Kooperation mit (Hoch)Schulen, Universitäten und anderen Zentren

Im Dienste der Bauherren

  • Neutrale Information: Anlaufpunkt für alle Interessenten – Familien, Einzelpersonen, Architekten - die sich für Holz, Holzprodukte, Holzverarbeitung etc. interessieren, z.B. in der Absicht ein Haus zu bauen, oder zu sanieren.

Für die Startphase dieser jungen Initiative wurde der Arbeitsschwerpunkt des Zentrums vorerst auf die bisherigen Aktivitäten der Holzwirtschaft und speziell dem Einsatz von Holz am Bau gelegt. Hiermit wäre die Verbindung zum innovativen Bauen gegeben, da durchaus auch andere Materialen in Kombination mit Holz berücksichtigt würden. Zudem steht der Bereich „Nachhaltiges Bauen und Energieeffizienz“ als Schwerpunkt zur Diskussion.

Raumordnung und Flächenplanung

Die Unternehmen erhalten bei der WFG Informationen über die neue Raumordnungsgesetzgebung der Wallonischen Region. Die WFG begleitet die Unternehmen und auch die Gemeinden in ihren Raumordnungsdossiers: Anträge auf Betriebserweiterung, Standortberatung, Erstellung von Gutachten, von Anträgen auf Erstellung von kommunalen abweichenden Bebauungsplänen usw.

Im Bereich der Flächenplanung sind die Erstellung und Umsetzung des Gewerbeflächenkonzeptes sowie die Projektkoordination bei der Umgestaltung von wirtschaftsrelevanten Standorten. Wichtigste Ansprechpartner in diesem Bereich sind die ostbelgischen Gemeinden.