Informationen und wissenschaftliche Studien

Armut und Armutsbekämpfung in der DG

Armut kann jeden treffen. Spätestens seit Beginn der Finanzkrise ist die Anzahl der in Armut und in prekären Lebenssituationen lebenden Menschen auch hierzulande alarmierend. Um den Kampf gegen Armut und Ausgrenzung effektiver zu gestalten, hat die Regierung der Deutschsprachigen Gemeinschaft einen DG-eigenen Armutsbericht in Auftrag gegeben, der im Herbst 2014 veröffentlicht wird.

Wissenschaftliche Untersuchung zur DG-Situation in Zusammenarbeit mit Uni Mons

Die Auswirkungen von Armut, Prekarität und sozialer Verwundbarkeit sind vielschichtig. Sie sind in vielen Lebensbereichen der betroffenen Menschen zu spüren und tangieren die unterschiedlichsten Bereiche. Um ein wissenschaftliches Gesamtbild der Armutssituation in der DG zu erhalten und somit Handlungsbedürfnisse besser identifizieren zu können, arbeitet das Forschungsinstitut CeRis der Universität Mons an einem Armutsbericht der DG, der alle zwei Jahre aktualisiert wird.

Das Forschungsinstitut führt eine umfassende Analyse der Zusammenhänge von Armut, Prekarität und sozialer Verwundbarkeit in der DG durch. Hierzu wird die Methode der partizipativen Handlungsforschung angewandt. Die Universität Mons sammelt in themenbezogenen Arbeitsgruppen die Erfahrungen der verschiedenen Sozialorganisationen in der Begleitung von Betroffenen. Indizien werden anschließend in realitätsnahe Armutsindikatoren umgewandelt.

Weitere Berichte im Download-Bereich:

Bericht der DG zur Situation von Familien mit vielfältiger Problembelastung

Die Gründe, warum Menschen in soziale Notlagen geraten, sind sehr verschieden. Wenn Betroffene sogar mit einer ganzen Verkettung von Problemen belastet sind, spricht man von "Multiproblemfamilien". Was dies genau bedeutet und welche Hilfen es gibt, damit befasst sich der Bericht des Roten Kreuzes.

Zweijahresbericht des interföderalen Dienstes zur Armutsbekämpfung

Der Dienst erfüllt mit der Gestaltung politischer Diskussionen und Aktionen einen gesetzlichen Auftrag und wird dieser Aufgabe dadurch gerecht, dass er gemeinsam mit Akteuren aus der Praxis alle zwei Jahre einen Bericht erstellt. Der aktuelle Bericht hat das Schwerpunktthema Sozialschutz. Bestehend aus Sozialversicherung und Sozialhilfe spielt der Sozialschutz eine wichtige Rolle und dient als eine Art Schutzwall bei der Wahrung des Lebensstandards.