Info-Integration

Als Referenzentrum für Migration und Integration ist Info-Integration eine Anlauf-und Beratungsstelle für:

  • Menschen mit Migrationshintergrund;
  • Einrichtungen und Organisationen, die mit Migranten arbeiten.

Seit 2014 fördert die Regierung der Deutschsprachigen Gemeinschaft Info-Integration strukturell.

Konkrete Dienstleistungen von Info-Integration

Beratung für Migranten

Migranten können mit ihren Anliegen zu den offenen Sprechstunden kommen. Dort beraten die Mitarbeiter sie zu allen möglichen Themen – beispielsweise zum Aufenthaltsrecht oder zum Erlangen der belgischen Staatsbürgerschaft. Aber auch für ganz alltägliche Fragen wie Wohnungssuche, Ausfüllen von Anträgen, zum Schulsystem oder zur Gesundheitsversorgung steht Info-Integration den Migranten beratend zur Seite.

Des Weiteren übernimmt die Beratungsstelle die Begleitung der Migranten im Rahmen des Integrationsparcours. Gemeinsam wird das passende Programm für den Migranten zusammengestellt und dieser in die jeweiligen Sprach- und Integrationskurse eingeschrieben.

Gleichzeitig erteilt die Beratungsstelle Informationen zur beruflichen Eingliederung und orientiert zu Angeboten im sozio-kulturellen oder sportlichen Bereich, um ihre Integration in die Gesellschaft zu fördern. Ziel ist, dass der Migrant sich in der neuen Heimat zurechtfinden und seinen Alltag eigenständig gestalten kann.

Während des ganzen Prozesses hat der Migrant so einen Ansprechpartner bei Info-Integration, der ihm unterstützend zur Seite steht.

Beratung für Einrichtungen

Info-Integration unterstützt alle Organisationen und Einrichtungen, die mit Migranten arbeiten. Info-Integration gibt Auskünfte über Asylrecht und Dienstleistungen wie die Vermittlung an Übersetzerdienste oder Ähnliches.

Die Mitarbeiter organisieren auch Weiterbildungen. Jede Einrichtung, die Informationen oder Weiterbildungen in diesem Bereich benötigt, kann sich an die Beratungsstelle wenden.

Im Rahmen des Jahres des interkulturellen Dialogs im Bildungswesen übernimmt Info-Integration ebenfalls eine tragende Rolle als Anlaufstelle für Fragen seitens der Schulen. In diesem Zusammenhang erklärt Info-Integration beispielsweise Migranten das belgische Schulsystem oder entwickelt Animationen für den Unterricht, um das interkulturelle Verständnis der Schüler zu fördern.

Außerdem nimmt Info-Integration an verschiedenen Arbeitsgruppen teil. So vermittelt die Organisation nicht nur ihr Wissen, sondern vernetzt auch die sozialen Akteure im Bereich Integration miteinander.

Sensibilisierung der Öffentlichkeit

Da Integration neben der Integrationsbereitschaft des Migranten nur funktionieren kann, wenn auch die Gesellschaft bereit ist, die Zugezogenen aufzunehmen, gehört die Sensibilisierung der Öffentlichkeit auch zu den Aufgaben von Info-Integration. Durch gezielte Sensibilisierungsarbeit sollen in der Zivilgesellschaft Vorurteile abgebaut und eine Willkommenskultur geschaffen werden.

Geschichte

Ursprünglich finanzierte der europäische Flüchtlingsfonds (FER) die Vorgängereinrichtung „Info-Asyl“ zur Hälfte. Die Deutschsprachige Gemeinschaft finanzierte die restlichen 50%. Info-Asyl war schwerpunktmäßig in Asylfragen tätig.

Nachdem die EU die Fördergelder eingestellt hatte, übernahm die Regierung der Deutschsprachigen Gemeinschaft am 1. Januar 2015 die vollständige Finanzierung dieser Anlaufstelle. Im Zuge dieser strukturellen Absicherung verlagerte sich die Aufgabenstellung der Einrichtung schwerpunktmäßig auf die Integration von Migranten mit Aufenthaltsrecht. Mit Inkrafttreten des Dekrets über Integration und das Zusammenleben in Vielfalt vom 11. Dezember 2017 erhielten die Aufgaben des Referenzzentrum erstmals eine rechtliche Grundlage.

Anerkennung als Referenzzentrum

Die Anerkennung als Referenzzentrum für Integration und Migration wird über das Dekret über Integration und dessen Ausführungserlass geregelt. Um als Referenzzentrum anerkannt zu werden, muss die Einrichtung gewisse Kriterien erfüllen, die im Erlass festgelegt sind. Ein entsprechendes Anerkennungsformular sowie einen Ansprechpartner für weitere Informationen finden Sie in der Infobox.