Saisonale Grippewelle: Schützen wir uns und die anderen!

Unter einer saisonalen Grippe versteht man die jährliche, in den Wintermonaten auftretende Grippewelle. Sie ist eine infektiöse Erkrankung der Atemwege und kann manchmal zu schweren Komplikationen führen.

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Und die Grippe kann uns alle treffen (siehe Frage 1). Aber nicht bei allen ist der Krankheitsverlauf gleich (siehe Frage 2).

Junge, gesunde Menschen erholen sich meistens schnell und gut. Schwerwiegender können die Folgen bei gewissen Risikogruppen sein (siehe Frage 3).

Sehr oft wird die Grippe mit einer Erkältung verwechselt. Die "echte Grippe" ist - im Vergleich zu einem grippalen Infekt - eine schwere Erkrankung, die mehrere Tage oder Wochen anhalten kann. (siehe Frage 4)

Die jährliche Impfung ist der beste Schutz vor der Grippe und ihren Komplikationen. Außerdem verhindert die Impfung, dass die Grippeviren auf uns und nahestehende Personen übertragen werden (siehe Frage 5)

Zudem gilt es einige einfache Hygienemaßnahmen zu befolgen, um eine Weiterverbreitung der Grippe zu verhindern. (siehe Frage 6)

Dies sind gute Gründe sich impfen zu lassen. Impfen ist eine Frage der Solidarität. Schützen wir uns und die anderen!

Frage 1: Wie stecke ich mich mit Influenzaviren an?

Die Grippe überträgt sich von Mensch zu Mensch.

Dies geschieht durch direkten Kontakt mit der infizierten Person. Das heißt, der Grippepatient verbreitet durch Niesen, Husten oder Sprechen Tröpfchen, die den Grippevirus beinhalten und die Krankheit somit übermitteln.

Es besteht ebenfalls ein Risiko der Übertragung durch indirekten Kontakt. Dann befinden sich die Tröpfchen oder die Absonderungen von Nase, Hals oder Augen auf Händen oder anderen Oberflächen, die von Ihnen berührt werden.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Frage 2: Welche Symptome treten auf?

In der Regel dauert die Inkubationszeit zwei bis drei Tage. Es ist jedoch möglich, dass sie zwischen einem bis sieben Tagen variiert. In dieser Zeit zeigen sich bei der infizierten Person noch keine Grippesymptome. Da diese Person aber schon die verantwortlichen Grippeviren in sich trägt, kann sie diese schon ein Tag vor Ausbruch der Symptome auf andere übertragen.

Folgende Symptome treten auf:

  • Müdigkeit und Schwäche (dauert zwei bis drei Wochen);
  • Muskel- und Gelenkschmerzen;
  • Kopfschmerzen;
  • Halsschmerzen;
  • Schnupfen;
  • trockener Husten;
  • Appetitlosigkeit;
  • Unwohlsein;
  • Fieber (37.7°C bis 40.0°C).

Diese Anzeichen treten abrupt auf. Und wenn mehrere oder alle diese Symptome auftreten, so ist eine Grippeerkrankung wahrscheinlich.

Deshalb wird empfohlen, die Hygienemaßnahmen (siehe Frage 6) zu befolgen und sogleich bei den ersten Grippeanzeichen zu Hause zu bleiben.

Frage 3: Wer ist besonders gefährdet und sollte sich gegen Grippe impfen lassen?

Der Hohe Gesundheitsrat empfiehlt folgenden Personen, sich gegen Grippe impfen zu lassen:

  • Risikogruppen:
    • Schwangere, die sich, zur Zeit der saisonalen Grippe, im 2. oder 3. Trimester ihrer Schwangerschaft befinden. Diese sollten ab dem 2. Schwangerschaftstrimester geimpft werden;
       
    • Eltern mit Babys im Alter von 0 bis 6 Monaten;
       
    • Jeder Patient ab dem 6. Monat, der eine chronische Krankheit aufweist, selbst wenn sie stabilisiert ist: Asthma, chronische Herz-, Lungen- und Nierenleiden, Diabetiker und Personen mit geschwächtem Immunsystem;
       
    • Personen über 65 Jahre;
       
    • Bewohner von Alten- und Pflegewohnheimen;
       
    • Kinder ab dem Alter von 6 Monaten bis zum Alter von 18 Jahren, bei denen eine langzeitige Aspirin-Therapie angewandt wird.
  • medizinisches und paramedizinisches Personal, das mit Risikogruppen in Kontakt kommt:Ärzte, Personal aus Krankenhäusern und Alten- und Pflegewohnheimen, Mitarbeitende in Kinderbetreuungsstätten
  • Personen, die unter demselben Dach leben:
  • mit den oben genannten Risikogruppen
  • mit Kindern unter 6 Monaten
  • Zudem wird jeder Person zwischen 50 und 64 Jahren empfohlen, sich gegen die saisonale Grippe zu impfen. In dieser Altersspanne ist das Risiko für Komplikationen nach einer Grippe größer. Dieses Risiko ist erhöht bei Rauchern, erhöhtem Alkoholkonsum und Dickleibigkeit (BMI > 35).

Frage 4: Wie unterscheide ich die "echte Grippe" von einem grippalen Infekt (Erkältung)?

Die "echte" Grippe, die durch Influenzaviren übertragen wird, ist im Vergleich zur Erkältung (grippaler Infekt, mit oder ohne Fieber, durch viele unterschiedliche Viren ausgelöst), eine schwere Erkrankung, die mehrere Tage bis Wochen andauert. (siehe Frage 3).

Das Risiko für Komplikationen wie z.B. Lungenentzündung ist beträchtlich. Sie kann sogar tödlich sein.

Gegen die saisonale Influenza-Grippe kann die Grippeimpfung schützen. Der Verlauf der Erkältung ist im Allgemeinen milder und dauert meistens nur mehrere Tage an.

Frage 5: Wie wirksam ist die Grippeimpfung?

Die Grippeimpfung ist weitaus die einfachste und gleichzeitig die wirksamste Maßnahme, um Grippe zu vermeiden.

Hauptsächlich zielt die jährliche Grippeimpfung darauf ab, Risikogruppen (siehe Frage 3) vor schweren Komplikationen bei einer Grippeerkrankung zu schützen. Dieser Schutz ist nur gewährleistet, wenn die Risikogruppen wie auch deren Kontaktpersonen, die die Grippeviren übertragen können, geimpft sind.

Jedes Jahr zirkulieren unterschiedliche Influenzaviren. Deshalb wird der Grippeimpfstoff jedes Jahr von der WHO neu angepasst. Somit soll sichergestellt werden, dass der Impfstoff gezielt vor den Virus-Stämmen schützt, die voraussichtlich im Umlauf sein werden. Aus diesem Grund ist eine jährliche Grippeimpfung nötig.

Um seinem Immunsystem die Gelegenheit zu geben, noch vor dem Ausbruch der Grippewelle genügend Abwehrkräfte aufzubauen, sollte man sich zwischen Mitte Oktober und Mitte November impfen lassen. Es dauert eine bis zwei Wochen bis der optimale Schutzgrad erreicht ist.

Frage 6: Unerlässliche Hygiene: ein paar wichtige Regeln, um die Übertragung der Viren zu verringern

Indem wir einige einfache Hygieneregeln befolgen, können wir helfen, Grippe vorzubeugen. Die Maßnahmen reduzieren die Übertragung der Viren und somit das Ansteckungsrisiko.

  • Waschen Sie sich regelmäßig die Hände mit Wasser und Seife!
  • Halten Sie sich beim Niesen oder Husten ein Papiertaschentuch vor Mund und Nase, und entsorgen Sie dieses direkt nach Gebrauch!
  • Wenn Sie kein Taschentuch schnell zu Verfügung haben, benutzten Sie die Armbeuge. Dies ist hygienischer als sich die Hände vorzuhalten!
  • Vermeiden Sie das Händeschütteln, Anhusten, Anniesen, Küssen und den gemeinsamen Gebrauch von Handtüchern!
  • Wenn Sie krank sind, bleiben Sie zu Hause und kontaktieren Sie gegebenenfalls einen Arzt.