Sexuell übertragbare Infektionen in Zahlen

Wie sieht es statistisch mit den sexuell übertragbaren Infektionen (STI) in Belgien aus?

Das Institut für Volksgesundheit, kurz ISP-WIV, gibt an:

  • Die Clamydia-Infektion ist die häufigste STI in Belgien, gefolgt von Gonorrhö und Syphilis.
  • 3 % der erfassten Patienten mit STI erhielten auch ein positives Resultat für HIV. Es handelte sich um Männer, die sexuelle Beziehungen mit Männern haben (MSM). 
  • 34 % der Patienten, die an einer STI leiden, sind jünger als 25 Jahre.

Achtung!

Diese Zahlen können ändern. Die aktuellsten finden Sie auf der Webseite von "Epidémiologie des maladies infectieuses et Epistat".

Wie steht es in Ostbelgien?

In der Deutschsprachigen Gemeinschaft sind in den Jahren 2015 und 2016 je eine Clamydien-Infektion diagnostiziert worden. Syphilis wurde 2015 ein einziges Mal festgestellt.

Aus diesen Zahlen wird zwar ersichtlich, dass auch in der Deutschsprachigen Gemeinschaft Menschen von STI betroffen sind, diese Krankheiten jedoch vereinzelt auftreten und in keinem Verhältnis zur Situation im Inland stehen.

Und auf europäischer Ebene?

Laut dem Europäischen Zentrum für die Prävention und die Kontrolle von Krankheiten (ECDC, European Centre for Disease Prevention and Control) sehen die Statistiken für 2013 folgendermaßen aus:

  • Die Chlamydia-Infektion ist die meist diagnostizierte STI in Europa.
  • Jugendliche und Männer, die eine sexuelle Beziehung zu Männern haben (MSM), sind die Gruppen, die in Europa am meisten betroffen sind von STI.

Wie sehen die weltweiten Statistiken aus?

Laut der Weltgesundheitsorganisation (WHO):

  • stecken sich täglich mehr als 1 Million Menschen mit einer STI an
  • wird geschätzt, dass sich jedes Jahr 500 Millionen Mensen mit einer der vier STI Chlamydia, Gonorrhö, Syphilis und Trichomonase anstecken
  • leben mehr als 530 Millionen Menschen mit dem Herpes-genitalis-Virus (HSV2)
  • leiden mehr als 290 Millionen Frauen an einer HPV-Infektion, eine der häufigsten STI
  • sind etwa 70 % der Krebserkrankungen des Gebärmutterhalses auf eine Infektion mit dem HPV der Typen 16 und 18 zurückzuführen
  • verlieren jedes Jahr 305.000 schwangere Frauen durch Syphilis ihr ungeborenes Kind.

Bei Fragen wenden Sie sich an Ihren Arzt. Jugendliche können sich jederzeit bei Fragen im vertraulichen Rahmen an die Kaleido-Mitarbeiter ihrer Schule wenden.