Risiken und Gefahren von sexuell übertragbaren Infektionen (STI)

STI und HIV: erhöhtes Ansteckungsrisiko

  • Bei Geschlechtsverkehr ohne Kondom schwächen bestimmte STI die Schleimhaut und erhöhen so das Ansteckungsrisiko mit dem AIDS-Virus  (HIV) beträchtlich.
  • Ulzerative STI können das Risiko auf eine Ansteckung mit HIV verdreifachen. Gemeint sind STI, die Geschwüre bilden, wie beispielsweise Syphilis, genitaler Herpes oder Ulcus molle.
  • Bei HIV-Infizierten hingegen können STI schwerer verlaufen und die Behandlung verkomplizieren.

Übertragung einer STI von der Mutter auf das Kind

Eine Infektion kann während der Schwangerschaft und der Entbindung auf den Säugling übergehen und zu schweren Komplikationen führen:

  • Totgeburt
  • Tod des Neugeborenen
  • geringes Geburtsgewicht
  • Sepsis (allgemeine Infektion des Organismus)
  • Lungenentzündung
  • Bindehautentzündung des Neugeborenen
  • angeborene Missbildungen

Frauen, die schwanger werden möchten, und schwangere Frauen wird nachdrücklich empfohlen, einen Früherkennungstest auf HIV und Syphilis zu machen. Auch Chlamydia und Gonorrhö können aufgespürt werden.

Liegt eine STI vor, können die schwangeren Frauen mit Antibiotika behandelt werden.
Risiko auf Gebärmutterhalskrebs und Unfruchtbarkeit

Weltweit sind etwa 70 % der Krebserkrankungen des Gebärmutterhalses auf eine Infektion mit dem HPV der Typen 16 und 18 zurückzuführen.

STI wie Gonorrhö und Chlamydia sind häufige Ursachen von Unterleibsentzündungen, Komplikationen während der Schwangerschaft und Unfruchtbarkeit.

Bei Fragen wenden Sie sich an Ihren Arzt. Jugendliche können sich jederzeit bei Fragen im vertraulichen Rahmen an die Kaleido-Mitarbeiter ihrer Schule wenden.