Ein Bündnis der Aktionen

Fachkräftebündnis Ostbelgien: nicht nur diskutieren und planen, sondern handeln!

Was wurde bereits getan?

Heimvorteil Ostbelgien – Stadt, Land, Job! So hieß die Aktion, die von den Partnern des Fachkräftebündnis Ostbelgien, gemeinsam mit der ostbelgischen Bloggerin Jil Rosewick, ins Leben gerufen wurde. Die 27-Jährige besuchte dabei insgesamt neun Einrichtungen und Unternehmen im Norden und Süden Ostbelgiens. Bei diesem Job-Hopping - von der Medizintechnik zur Bäckerei, vom Hotel-Restaurant bis zum Holzhallenbau – lernte sie jeweils an einem Tag attraktive und innovative Arbeitgeber aus Ostbelgien, deren Tätigkeitsbereiche und Jobmöglichkeiten kennen und berichtete darüber, um die Bandbreite an Möglichkeiten für Nachwuchskräfte aufzuzeigen.

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Eine weitere Aktion im vergangenen Jahr war die Talentum Ostbelgien. Während einer chilligen After-Work-Veranstaltung nach der eigentlichen Wirtschaftsschau konnten Studenten und Unternehmen in Kontakt treten. Ostbelgische Unternehmer hatten dabei die Möglichkeit, Studenten von der Attraktivität Ostbelgien als Arbeitsstandort zu überzeugen und damit motovierte Fachkräfte zu gewinnen.

Was steht in diesem Jahr an?

Führungskräfte finden, entwickeln und halten

Der Workshop „Führungskräfte finden, entwickeln, haltenund eine angebundene Seminarreihe unterstützen Unternehmen dabei, (Nachwuchs-)Führungskräfte kompetent und nachhaltig zu fördern und begleiten. Denn: Betriebsleiter/Unternehmer oder Personalleiter in Ostbelgien stehen oft vor der Herausforderung, fähige Führungskräfte zu halten. So stellen sich die hiesigen Betriebe besser auf und gestalten die Veränderungen in der Region mit.

Arbeitgeberbefragung

Wie schwer ist es für Unternehmen in Ostbelgien Fach- oder Nachwuchskräfte für ihren Betrieb zu gewinnen? Um das herauszufinden, fand 2018 eine Befragung statt. Die Ergebnisse dienten als Basis für die Arbeit des Fachkräftebündnisses.

In der Zwischenzeit ist jedoch schon Einiges passiert. Deshalb erhalten alle ostbelgischen Arbeitgeber im Juni 2020 erneut die Chance, ihre Sicht der Dinge zu schildern. Die Befragung umfasst rund 20 Fragen und soll künftig alle zwei Jahre durchgeführt werden.

Berufliche Integration von Zuwanderern

Dieses Thema ist dem Bündnis wichtig. Über die Aktion „Start2Day“ sollen Menschen mit Migrationshintergrund für einen Tag lang in einem Unternehmen mitarbeiten dürfen. Sie sollen möglichst aktiv einen Mitarbeiter bei dessen Arbeit unterstützen.

Das Ziel ist,

  • Hemmnisse aufgrund von Sprachbarrieren zu lösen

  • zu entdecken, wie Unternehmen als auch Migranten unterstützt werden können, damit diese berufliche Integration gelingen kann

Regionalmarketing für Fachkräfte

Der Wirtschaftsstandort Ostbelgien hat viel zu bieten und ist gleichzeitig auch eine Region mit hoher Lebensqualität. Die Aktion „Ausweitung der Zielgebiete für die Vermarktung von Ostbelgien“ soll Klarheit schaffen, wo und wie ausländische Fachkräfte für Ostbelgien gewonnen werden können.

Eine Grundvoraussetzung für die Anwerbung von Fachkräften aus dem Ausland ist jedoch eine entsprechende Willkommenskultur. Das Bündnis setzt ich dafür ein, dass Neuankömmlinge sich schnell in Ostbelgien zurechtfinden und einleben können. Um das zu erreichen, soll eine Informationsplattform geschaffen werden, die:

  • vor der Einreise nach Ostbelgien administrative Fragen beantwortet

  • die Standortvorteile in Ostbelgien zeigt

Eine weitere Aktion ist das sogenannte Ostbelgiennetzwerk. Über eine virtuelle Begegnungsplattform sollen im Ausland lebende Ostbelgier künftig die Möglichkeit haben, in Kontakt mit ostbelgischen Unternehmen zu treten. Ostbelgier in der Welt, die auf der Suche nach einer Stelle in ihrer Heimat sind, könnten so gezielt nach Betrieben in ihrem Bereich suchen. Umgekehrt können Betriebe aus der Region gezielt im Ausland lebende Ostbelgier anschreiben und sie mit einem passenden Jobangebot zur Rückkehr nach Ostbelgien bewegen.

Zielgruppenspezifische Ansprache von Schülern und Studenten

Für viele Unternehmen ist es schwer Studenten von den ostbelgischen beruflichen Möglichkeiten zu überzeugen. Mit der Aktion "Jobexpedition" unterstützt das Bündnis die Arbeitgeber dabei, an die heiß begehrten Profile der Studenten ran zu kommen. Über organisierte Ausflügen - vom Studienort zu den hiesigen Arbeitgebern - inklusive attraktivem Rahmenprogramm sollen die ersten Kontakte geknüpft werden.

Die „Uni-Tour“ wird 2020 ebenfalls zum 1. Mal über die Bündnisarbeit organisiert. Dabei besuchen ostbelgische Politiker und Vertreter der WFG und IHK Studenten in ihrem Studienort und informieren sie in kurzweiliger Atmosphäre über die Arbeitsmöglichkeiten in ihrer Heimat.