Die Kostenrückerstattung im Bereich Ehrenamt

Dies ist zu betrachten

  • als Kostenrückerstattung bzw. Entschädigung
  • NICHT als eine Vergütung von geleisteter Arbeit

Die Vereinigung ist nicht dazu verpflichtet!

Eine Organisation kann sich für zwei verschiedene Systeme entscheiden. Entweder es wird eine „reale Kostenrückerstattung“ durchgeführt oder eine „pauschale Entschädigung“. Bis zu den nachfolgenden Obergrenzen ist die Kostenrückerstattung steuerfrei. Die Obergrenzen werden jedes Jahr indexiert.

Die Obergrenzen für Kostenerstattung im Überblick

Art der Freiwilligentätigkeit Obergrenze pro Tag Obergrenze pro Jahr
alle Arten von Freiwilligenarbeit 34,71 EUR 1.388,40 EUR
Sport, Tag- und Nachtwache und nicht-dringender Krankentransport 34,71 EUR 2.549,90 EUR

Ausnahmen und neue Regelungen

Das System der realen Kostenerstattung und das System der pauschalen Erstattung dürfen bei einem Ehrenamtlichen nicht gleichzeitig angewandt werden.

Es gibt eine Ausnahme: Die pauschale Erstattung darf mit der Erstattung von Fahrtkosten kombiniert werden, wenn die Vergütung für Fahrtkosten auf maximal 2000 km pro Jahr begrenzt ist.

Für regelmäßige Transporte von Menschen im Rahmen von Freiwilligentätigkeit, beispielsweise ehrenamtliche Fahrdienste, wird die Kilometerbegrenzung pro Jahr aufgehoben. Menschen zu befördern, muss eindeutig Schwerpunkt der Freiwilligentätigkeit sein. (NEU)

In Anlehnung an die Tarife für Beamte gelten folgende Höchstbeträge:

  • 0,3573 EUR/km für ein PKW
  • 0,23 EUR/KM für ein Fahrrad (Einkünfte 2018 – Steuerjahr 2019)

Alle Details zur Kostenrückerstattung finden Sie unter Downloads. Ein Link verweist auf die Broschüre „Le sport et les règles du jeu fiscales et sociales » Die Broschüre erschien 2015, viele Zahlen sind nicht aktualisiert geben aber einen sehr guten überblick über das System der Kostenrückerstattung im Sportsektor.