Gehaltscheck: Wie viel verdiene ich beim Ministerium?

Ein Job beim Ministerium ist nicht nur spannend, sondern wird auch finanziell angemessen entlohnt. Insbesondere Berufseinsteiger und langfristig beschäftigte Mitarbeiter können sich über attraktive Gehälter freuen. Verschiedene Sozialleistungen runden das „Gesamtpaket“ ab.

Die Gehälter im öffentlichen Dienst sind gesetzlich festgelegt, sie können also nicht wie in der freien Wirtschaft verhandelt werden. Zur Berechnung der Gehälter gibt es gesetzlich festgelegte Gehaltstabellen, die im belgischen Staatsblatt veröffentlicht werden.

Fünf Gehaltsstufen

Das Gehalt für einen Mitarbeiter der Verwaltung der Deutschsprachigen Gemeinschaft ist von verschiedenen Faktoren abhängig. Das wichtigste Kriterium ist die Qualifizierung bzw. das Diplom, das ein Bewerber mitbringen muss, um eine Stelle antreten zu können. Das Ministerium der Deutschsprachigen Gemeinschaft unterscheidet fünf Gehaltsstufen:

  • Stufe I: Stellen, die einen Masterabschluss voraussetzen
  • Stufe II+: Stellen, die einen Bachelorabschluss oder einen Meisterbrief in Kombination mit einem Abiturdiplom voraussetzen
  • Stufe II: Stellen, die ein Abitur oder einen Meisterbrief voraussetzen
  • Stufe III: Stellen, die kein spezifisches Diplom voraussetzen
  • Stufe IV: Stellen in der Raumpflege

Neben dem Diplom spielt ebenfalls die bisherige Berufserfahrung eine wichtige Rolle, um das Gehalt zu ermitteln: je länger die nachgewiesene Berufserfahrung, desto höher der Betrag.

Berücksichtigt werden

  • alle Dienste, die im öffentlichen Sektor erbracht wurden
  • und maximal zehn Jahre, die im Privatsektor, als Selbständiger oder als Freiberufler erbracht wurden.

Seit dem 1. April 2020 gelten für Einsteiger in die Verwaltung folgende Bruttojahresgehälter, die in 12 Einheiten ausgezahlt werden.

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Führungskräfte und Experten werden auf Grundlage anderer Tabellen bezahlt. Mehr Informationen dazu erhalten Sie auf Nachfrage im Ministerium.

Junge Berufseinsteiger profitieren

Nicht immer sind die verschiedenen Abstufungen für Laien auf den ersten Blick offensichtlich. „Wir wissen, dass das Gehalt ein wichtiges Kriterium bei der Bewerbung um eine Stelle ist. Deshalb sind alle Fragen zu den Gehaltstabellen und der persönlichen Einordnung in diese willkommen“, so Christine Bernrath, Referentin für Personalanwerbung und -entwicklung.

„Die Behörde belohnt finanziell gesehen vor allem die Loyalität und langjährige Treue ihrer Mitarbeiter. Je länger man in einer Behörde bleibt, desto interessanter ist auch die Gehaltsentwicklung.“, erklärt Christine Bernrath.

Gerade für Berufseinsteiger mit Universitätsabschluss ist das Einstiegsgehalt im öffentlichen Dienst attraktiv. Über die Arbeitsjahre hinweg steigt das Gehalt: „Die Behörde belohnt finanziell gesehen vor allem die Loyalität und langjährige Treue ihrer Mitarbeiter. Je länger man in einer Behörde bleibt, desto interessanter ist auch die Gehaltsentwicklung.“, erklärt Christine Bernrath.

Vor einigen Jahren hat das Ministerium die Gehaltsunterschiede zwischen ihren verbeamteten und vertraglich eingestellten Mitarbeitern abgeschafft, die es in den Behörden lange Zeit gab. Dadurch spielt es bei der Gehaltsentwicklung und Beförderung der Mitarbeiter keine Rolle mehr, ob die Person Beamter, Angestellter oder Arbeiter ist.

Interessante Sozialleistungen

Für all seine Mitarbeiter bietet das Ministerium zusätzliche Sozialleistungen an. Dazu gehört zum Beispiel eine Krankenhausaufenthaltsversicherung, die sogenannte Hospitalia. Der Beitritt ist für Personalmitglieder des Ministeriums kostenlos, deren Familienmitglieder können der Versicherung unter vergünstigten Bedingungen beitreten.

Außerdem werden Mahlzeiten-Schecks, sogenannte „Ticket Restaurant“, ausgezahlt. Diese entsprechen einem täglichen Essensgeldzuschuss, der als Guthaben ausgezahlt wird und beim Lebensmitteleinkauf eingelöst werden kann.

Mitarbeiter, die für den Anfahrtsweg zur Arbeit weite Strecken zurücklegen, erhalten einen Fahrtkostenzuschuss. Auch Mitarbeiter, die nicht mit dem Auto zur Arbeit kommen, werden belohnt. Wer seinen täglichen Arbeitsweg mit dem Fahrrad zurücklegt, erhält eine Prämie vom Ministerium. Wer auf seinem Arbeitsweg öffentliche Verkehrsmittel wie Bus oder Bahn nutzt, bekommt die Kosten vollständig vom Ministerium erstatten.