Höhere und längere Förderung für lokale Behörden

So wie beim ehemaligen BVA-System haben die lokalen Behörden mit Sitz in der Deutschsprachigen Gemeinschaft weitere Fördermöglichkeiten. Sie können eine besondere, sprich höhere und längere Förderung beantragen. Denn diese Einrichtungen übernehmen wichtige Aufgaben in verschiedenen Zuständigkeitsbereichen der Deutschsprachigen Gemeinschaft.

Antrag

Die lokalen Behörden erhalten eine Konvention. Diese legt das Budget fest, über das die lokale Behörde verfügt, um AktiF- oder AktiF PLUS-Berechtigte einzustellen. Die Konvention mit der Regierung wird für eine verlängerbare Dauer von höchstens fünf Jahren abgeschlossen.

Neuerungen aufgrund der Corona-Krise

Neue Zuschussbeträge

Die Deutschsprachige Gemeinschaft unterstützt die lokalen Behörden, um die Auswirkungen der Corona-Krise abzufedern und um Anreize zu Neueinstellungen zu schaffen. Hierzu verdoppelt sie die AktiF- und AktiF PLUS-Zuschüsse für Neueinstellungen für den Zeitraum vom 1. Juli 2020 bis 31. Dezember 2020.

Die neuen AktiF- und AktiF PLUS-Zuschussbeträge

Die AktiF-Zuschussbeträge für Konventionsstelle bei den lokalen Behörden:

Zuschüsse

BVA-Übergangszuschuss

Diese Zuschüsse bleiben unverändert und gelten nur für Arbeitnehmer, die zum 31.12.2018 BVA-Arbeitnehmer waren.

 

Weitere Corona-Unterstützungsmaßnahmen

Die Deutschsprachige Gemeinschaft gewährt den lokalen Behörden ein „Corona-Sonderbudget“.

Dieses Sonderbudget dient dazu,

  • einen eventuellen kurzfristigen Bedarf an Personal rückwirkend ab dem 13. März 2020 über die AktiF-Förderung zu finanzieren, insofern das aktuell der lokalen Behörde zur Verfügung stehende Budget dies nicht mehr erlaubt (Corona spezifische Phase I)

  • neu eingestellte AktiF-Arbeitnehmer ab dem 1. Juli 2020 zu finanzieren, für die die Regierung einen doppelten AktiF- oder AktiF PLUS-Zuschuss gewährt (nicht Corona spezifisch Phase II)

Jede einzelne lokale Behörde (exkl. Containerparks) kann dieses „Corona-Sonderbudget“ auf direktem Wege beanspruchen, ohne dies über die jeweilige Gemeinde beantragen zu müssen.