FRAGEN UND ANTWORTEN ZUR CORONALERT-APP

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Wie können wir möglichst schnell wieder in unser altes Leben zurückfinden? Auf Hygiene achten, Abstand halten, Maske tragen – das tun wir alle seit Langem. Nun soll ein weiteres Werkzeug dazu beitragen, Infektionsketten zu durchbrechen.

Die Coronalert-App ist ein Angebot der belgischen Behörden. Sie wurde in Auftrag gegeben von dem Wissenschaftsinstitut Sciensano, dem Interföderalen Komitee Testing und Tracing und den Behörden, die in Brüssel, der Deutschsprachigen Gemeinschaft, Flandern und der Wallonie für die Ermittlung von Kontaktpersonen zuständig sind.

Download und Nutzung der App sind völlig freiwillig. Coronalert speichert keine persönlichen Daten und ist kostenlos im App Store und bei Google Play erhältlich.

Was ist die Coronalert-App?

Coronalert ist eine App, die Sie auf Ihr Smartphone laden können und die ständig im Hintergrund läuft, ohne dass Sie davon etwas bemerken. Coronalert informiert Sie, wenn Sie engen Kontakt mit einem anderen Coronalert-App-Nutzer hatten, der positiv auf das Virus getestet wurde.

Dabei erfahren Sie nicht, um wen es sich handelt! Coronalert speichert weder Namen noch Standorte. Ihre Identität bleibt geheim. 

Warum sollten wir die Coronalert-App nutzen?

Die Coronalert-App ist ein zusätzliches Werkzeug im Kampf gegen die Pandemie. Sie ergänzt das Kontakt-Tracing per Telefon oder Hausbesuch sowie die Hygiene- und Abstandsmaßnahmen. Jedoch kann die App schneller als das Kontakt-Tracing feststellen, ob Sie Kontakt mit einer infizierten Person hatten und ob daraus ein Ansteckungsrisiko entstanden ist.

Die Geschwindigkeit der Informationsübermittlung spielt in diesem Zusammenhang eine wichtige Rolle: Je schneller soziale Kontakte eingeschränkt und enge Kontaktpersonen gewarnt werden können, desto schneller können Infektionsketten durchbrochen werden. So breitet sich das Virus langsamer aus.

Während das Kontakt-Tracing per Telefon und Hausbesuch Kontakte mit Bekannten, Freunden, der Familie oder den Kollegen untersucht, ermöglicht Coronalert es zudem, nicht beabsichtigte Kontakte anzugeben. So können Sie nicht nur sich selbst, sondern auch andere vor einem risikoreichen Kontakt schützen, ohne dass dabei die Identität der Nutzer preisgegeben wird.

Weitere Informationen zum Kontakt-Tracing finden Sie in den weiterführenden Links.

Welche Daten speichert Coronalert auf dem Smartphone?

Coronalert speichert keine persönlichen Daten. Die App weiß nicht, wer Sie sind, wo Sie sind oder mit wem Sie in Kontakt stehen.

Coronalert sammelt niemals Informationen

  • zu Ihrer Identität,

  • zu den Personen, die Sie getroffen haben,

  • zu Ihren Aufenthaltsorten,

  • dazu, wer positiv auf das Coronavirus getestet wurde,

  • zu sensiblen Daten wie Passwörtern, Kreditkartennummern, Bankdaten, Zugangsdaten, dem persönlichen Tagesablauf oder zum Einkommen.

Stattdessen sendet Coronalert anonyme Zufallscodes aus, die nicht mit Ihrer Person oder Ihrem Smartphone verknüpft sind. Diese Codes ändern sich mehrmals am Tag. Ihr Smartphone zeichnet auch die Codes anderer App-Benutzer auf, mit denen Sie in engen Kontakt gekommen sind, einschließlich der Dauer und Nähe des Kontakts. Diese anonymen Informationen werden zwei Wochen lang lokal im Kontaktprotokoll auf Ihrem Smartphone gespeichert, bevor sie automatisch gelöscht werden

ACHTUNG!

 

Die Coronalert-Kontakt-Tracing-Zentrale kann wiederum telefonisch Ihre Identität und Nationalregisternummer erfragen, wenn eine infizierte Person Sie als Kontakt angegeben hat. Sie erkennen einen offiziellen Anruf der Coronalert-Kontakt-Tracing-Zentrale immer an dieser Telefonnummer: 02 214 19 19.

Wie funktioniert die Coronalert-App?

Wenn ein Coronalert-App-Nutzer positiv getestet wird, erhält er von seinem Arzt einen anonymen Code, den er in seine App eingeben muss. Die Daten, die sein Smartphone aussendet, werden anonym auf einem zentralen Server veröffentlicht. Die Codes der Nutzer werden mehrmals täglich abgeglichen. Wenn sich herausstellt, dass Ihr Smartphone mindestens 15 Minuten lang und weniger als 1,5 Meter vom Smartphone eines infizierten Coronalert-Nutzers entfernt war, erhalten Sie kurze Zeit später eine Warnung darüber, dass Sie einen Risikokontakt hatten. In diesem Fall erhalten Sie eine Benachrichtigung auf dem Startbildschirm Ihres Smartphones und in der App. Die App tut dies vollständig im Hintergrund. Sie können Ihr Smartphone weiterhin normal nutzen.

Sie erfahren ausschließlich, dass Sie Kontakt zu einer Person hatten, die positiv auf das Coronavirus getestet wurde. Nicht mehr und nicht weniger. Sie wissen also nicht, wo, wann und mit wem dieser Kontakt stattgefunden hat.

Die empfangenen Daten werden nach 14 Tagen automatisch von Ihrem Gerät gelöscht.

Wie installiere ich die Coronalert-App?

  1. Laden Sie die App aus Ihrem üblichen App Store oder Google Play Store herunter.

  2. Installieren Sie die App.

  3. Geben Sie Ihre Zustimmung zur Verwendung der Bluetooth-Funktion.
    (Bei Android-Geräten: Aktivieren Sie die Ortungsdienste.)

  4. Überprüfen Sie regelmäßig Ihre Benachrichtigungen, um sich und andere zu schützen.

ACHTUNG!

 

Es ist wichtig, dass Sie Bluetooth auf Ihrem Smartphone aktivieren. Ansonsten kann die App nicht funktionieren! Bluetooth muss aktiviert sein, um den Abstand zu anderen Personen zu erkennen. Auf Android-Systemen müssen Sie zudem Ihre Ortungsdienste aktivieren, auch wenn Coronalert diese Informationen gar nicht verwendet.

Weiterführende Informationen finden Sie in unserem Film zur Coronalert-App

Wann entsteht ein Ansteckungsrisiko?

Das Risiko, sich mit dem Coronavirus zu infizieren, ist umso größer, je näher und je länger man in Kontakt mit einer infizierten Person war. Die Bewertung des Risikos basiert daher auf einer Schätzung: Eine Person gilt als Hochrisikokontakt, wenn sie länger als 15 Minuten mit weniger als 1,5 Metern Abstand mit einer infizierten Person in Kontakt stand.

Coronalert verwendet eine Technologie (Bluetooth Low Energy), um zu registrieren, wie lange sich Ihr Smartphone in der Nähe eines anderen Smartphones aufgehalten hat. Bei der Begegnung mit einem Hochrisikokontakt erhalten Sie kurze Zeit später eine anonyme Warnung.

Laut Coronalert-App hatte ich einen Risikokontakt? Was soll ich tun?

Ein Kontaktalarm bedeutet nicht automatisch, dass Sie infiziert sind! Sie sollten jetzt aber besonders vorsichtig sein und sich testen lassen.

  • Schränken Sie Ihre Kontakte ein.

  • Wenn Sie Symptome haben, wenden Sie sich umgehend telefonisch an Ihren Hausarzt.

  • Wenn Sie keine Symptome haben, kontaktieren Sie dennoch umgehend das Kontakt-Tracing unter 02 214 19 19. Dort erhalten Sie einen Code, mit dem Sie einen Termin in einem Testzentrum vereinbaren können.

  • Erwähnen Sie beim Test, dass Sie Coronalert nutzen. Dann erhalten Sie das Ergebnis über die App.

Folgendes Video erklärt Ihnen schrittweise die korrekte Vorgehensweise. App an – Corona aus!

Wie melde ich eine Infektion?

Sie hatten einen Risikokontakt und lassen sich auf das Coronavirus testen? Dann erwähnen Sie bei der Anmeldung zu Ihrem Corona-Test unbedingt, dass Sie Coronalert verwenden.

  • Öffnen Sie Ihre Coronalert-App.

  • Scrollen Sie auf dem Startbildschirm bis „Erhalten Sie Ihr Testergebnis“.

  • Drücken Sie dort auf „Generieren Sie den Code“.

  • Geben Sie diesen Code bei Ihrer Registrierung zum Corona-Test an.

  • Das Testergebnis wird Ihnen auf Ihr Smartphone gesendet.

Laut Coronalert-App bin ich mit dem Coronavirus infiziert. Was soll ich tun?

Zeigt der Test, dass Sie mit dem Coronavirus infiziert sind? Die App Coronalert wird Sie nun bitten, die Codes anonym hochzuladen, die Ihre App in der Zeit, in der Sie ansteckend waren, verschickt hat. Sie laden Ihre Daten hoch, indem Sie einen Code in die App eingeben, den Sie von Ihrem Arzt erhalten haben. So können Sie andere App-Nutzer warnen, mit denen Sie in engem Kontakt gestanden haben.

Welche Daten werden übermittelt, wenn ich eine Infektion melde?

Wenn Sie eine Ansteckung melden, werden nur Codes anonym an einen zentralen Server übermittelt, die Coronalert während der Zeit, in der Sie ansteckend waren, von Ihrem Smartphone aus gesendet hat. Niemand kann sagen, wer Sie sind oder wo Sie gewesen sind.

Ist die Verwendung der Coronalert-App verpflichtend?

Nein. Die Verwendung von Coronalert ist freiwillig. Im Falle einer Nichtnutzung entstehen auch keine Haft- oder Geldstrafen. Je mehr Menschen sie jedoch nutzen, desto besser und schneller funktioniert die Kontaktverfolgung. Dies hilft, die Ausbreitung des Virus zu verlangsamen.

Wie lange wird die Coronalert-App eingesetzt?

Sobald die belgische Regierung die Pandemie offiziell für beendet erklärt, wird die App deaktiviert und aus allen App und Google Play Stores entfernt. Als Nutzer werden Sie dann aufgefordert, die App zu löschen. Lokal auf Ihrem Smartphone gespeicherte Codes werden unbrauchbar. Übrigens werden alle gespeicherten Daten nach 14 Tagen automatisch gelöscht.

Wie viele Personen müssen die Coronalert-App nutzen, damit die App tatsächlich nützlich ist?

Generell gilt: Je mehr Menschen die Coronalert-App nutzen, desto besser und schneller funktioniert die Kontaktverfolgung. So wird die Ausbreitung des Virus verlangsamt.

Die Nützlichkeit von Coronalert hängt jedoch nicht nur von der Gesamtzahl der Nutzer ab. Die App wird besonders dort nützlich sein, wo viele Menschen zusammenkommen. Wenn etwa die Hälfte der Anwesenden die App nutzt, führt dies sicherlich zu einem zusätzlichen Schutz, auch wenn die Gesamtzahl der Beteiligten nur ein paar Dutzend betragen würde.

In einigen europäischen Ländern nutzt ein großer Teil der Bevölkerung eine App wie Coronalert. So haben in Irland bereits rund 40 Prozent der aktiven Bevölkerung die lokale App installiert.

Wer ist für die Verwaltung der Coronalert-App verantwortlich?

Sie können die App selbst installieren oder deinstallieren. Der zentrale Server, auf den Sie Ihre Codes anonym hochladen können, wird von Sciensano, dem Institut für Volksgesundheit, verwaltet.

Gibt die Coronalert-App meine Daten an Dritte weiter?

Nein. Persönliche Daten werden nicht an Dritte weitergegeben. Ausführliche Informationen zum Datenschutz finden Sie in den weiterführenden Links.

Arbeitet die Coronalert-App auch im Ausland?

Wahrscheinlich arbeitet Coronalert demnächst auch im Ausland. In vielen Ländern, darunter Deutschland, die Niederlande, Österreich, Irland, Italien, Kroatien und die Schweiz, sind bereits ähnliche Apps aktiv, die technisch mit Coronalert zusammenarbeiten können. Eine europäische Drehscheibe befindet sich derzeit im Aufbau. Wenn dieser Knotenpunkt aktiv ist, können Sie Coronalert in bestimmten Ländern verwenden oder einen Kontakt mit ausländischen App-Nutzern in Belgien erkennen.

Wer sind die Urheber der Coronalert-App?

Coronalert ist eine Initiative der belgischen Behörden. Die App wurde von dem Wissenschaftsinstitut Sciensano, dem Interföderalen Komitee Testing und Tracing und den für die Ermittlung von Kontaktpersonen in Brüssel, der Deutschsprachigen Gemeinschaft, Flandern und Wallonien zuständigen Stellen in Auftrag gegeben.

Die technische Entwicklung wurde von den belgischen Unternehmen Devside und Ixor durchgeführt und im Bereich der Sicherheit von NVISO, auf der Grundlage eines von der Smals VoG vergebenen öffentlichen Auftrags, geprüft.

Wichtige Bestandteile der App basieren auf der Corona-Warn-App der Bundesregierung, auf dem europäischen offenen Standard DP3T (Decentralized Privacy-Preserving Proximity Tracing) und auf der Exposure Notification-Technologie von Apple und Google.

Wird die Coronalert-App auf meinem Smartphone funktionieren?

Coronalert ist für iPhone und Android verfügbar. Wenn Ihr Smartphone weniger als fünf Jahre alt ist, können Sie sich darauf verlassen, dass es korrekt funktioniert. Coronalert benötigt Android Version 6 oder höher oder iOS Version 13.5 / iPhone 6S oder höher.

Coronalert wird auf Huawei-Geräten mit Google Play korrekt funktionieren. Jedoch hat Huawei noch keinen Zugang zu den App Stores, in denen Coronalert erhältlich ist.

Was können Leute tun, die kein Smartphone haben?

Jeder, ob Coronalert-App-Nutzer oder nicht, wird weiterhin vom telefonischen Kontakt-Tracing kontaktiert. Das geschieht, wenn eine positiv getestete Person angibt, mit Ihnen in engem Kontakt gestanden zu haben. Weiterhin ist es natürlich wichtig, die direkten Kontakte zu minimieren, Abstand zu halten, auf Hygiene zu achten und einen Mund-Nasen-Schutz zu tragen.

In welchen Sprachen ist die Coronalert-App verfügbar?

Die App ist derzeit auf Englisch, Niederländisch, Französisch und Deutsch verfügbar. Die Sprache der App wird von der Sprache abgeleitet, die in den Spracheinstellungen des Smartphones konfiguriert ist.

Wenn Ihr Telefon in einer anderen Sprache konfiguriert ist, wird die App in Englisch angezeigt.

Wird die App auch auf Tablets, intelligenten Uhren und anderen Wearables verfügbar sein?

Bislang liegt der Schwerpunkt der App auf Smartphones.

Wo finde ich Hilfe?

Fragen zu Coronalert und den Schutzmaßnahmen beantworten Mitarbeiter des Ministeriums an der Coronalert-Hotline wochentags von 10 bis 12 Uhr und von 15 bis 17 Uhr.

Bei Beschwerden über Datenschutz und Daten wenden Sie sich bitte an den Sciensano-Datenschutzbeauftragten. Die Kontaktdaten finden Sie unter Ansprechpartner.

Kontakt

  • E-Mail an: dpo@sciensano.be;
  • Korrespondenz an: DPO Sciensano, Juliette Wytsmanstraat 14, 1050 Brüssel;
  • oder telefonisch (Aufzeichnung über das Sekretariat von Sciensano: +32 2 642 51 11).
  • Coronalert-Hotline: 0800 23 0 32

Sie können sich auch an die belgische Datenschutzbehörde (DSB) wenden, wenn Sie sich über den Datenschutz beschweren möchten. Weitere Informationen über diese Behörde (z. B. wie sie arbeitet und Kontaktinformationen) finden Sie in dem weiterführenden Link.