Veranstaltung in der Reihe „Ostbelgien und Du“: Gesundheitsplanung diskutiert

Krankenhäuser und medizinisch-soziale Dienste sollen verstärkt kooperieren

Um die Gesundheitsplanung auszuarbeiten, wurden die Akteure auf dem Gebiet aktiv einbezogen. Am 5. Mai wurden die Resultate und die daraus entwickelte Vision vorgestellt und diskutiert. Wie genau diese aussehen, erfahren Sie hier.

Wie soll die Gesundheitsversorgung in Ostbelgien in zehn Jahren aussehen? Dazu wurde der Sektor intensiv befragt. Die Consultingfirma Antares entwickelte dazu in Zusammenarbeit mit dem Ministerium und der Regierung eine Vision.

Eine Vision, die vom Patienten, seinen Bedürfnissen und seiner Selbstbestimmung ausgeht. Eine Vision, die vorsieht, ein integriertes Netzwerk von Krankenhäusern und sozio-medizinischen Diensten zu schaffen.

Dieses Zukunftsszenario wurde Anfang Mai präsentiert und mit den Akteuren aus dem Sektor diskutiert.

Konkrete Handlungsschwerpunkte definiert

Bei Absichtserklärungen sollte es allerdings nicht bleiben. Das Konzept sieht nämlich zehn Handlungsschwerpunkte und ganz konkret definierte Aktionen - insgesamt 34 - vor. Es definiert und umschreibt klar die Rollen der verschiedenen Akteure - insbesondere auch der Deutschsprachigen Gemeinschaft.

Nicht zuletzt wurden die Schlüsselfaktoren präsentiert. Diese sind erforderlich, damit das Konzept erfolgreich umgesetzt werden kann.

Netzwerk bietet große Chancen

Dass die bestehenden Krankenhäuser und sozio-medizinischen Dienste in einem Netzwerk enger zusammenarbeiten werden müssen, stand bei den Teilnehmern der Veranstaltung längst nicht mehr zur Debatte. Laut Eduard Portella bieten gerade die Kleinheit Ostbelgiens und die Nähe zwischen den Einrichtungen und der Verwaltung der Deutschsprachigen Gemeinschaft eine einmalige Chance: ein leistungsstarkes Netzwerk zwischen Krankenhäusern und sonstigen Gesundheitsdiensten zu entwickeln. Dies im Gegensatz zu den anderen Regionen Belgiens.

Die Krankenhausreform auf föderaler Ebene setze bereits auf Kooperation. Die medizinisch-sozialen Einrichtungen, die zu den Befugnissen der Deutschsprachigen Gemeinschaft gehören, einzubeziehen, stärke die Effizienz dieses Vorhabens und werde sicherlich zu einer besseren Qualität der Dienstleistungen und Kooperation zwischen den Anbietern führen.

Im anschließenden Meinungsaustausch und den Workshops wurden auf ostbelgischer Ebene intensiv diskutiert:

  • die Stärken und Schwächen eines solchen Netzwerkes
  • die zu erfüllenden Voraussetzungen, die einer solchen Netzwerkbildung zum Erfolg verhelfen.

Nächste Schritte in Planung

Die Vision, die Handlungsschwerpunkte und ganz konkrete Aktionen sind inzwischen in einem Konzeptpapier definiert. In den nächsten Monaten sollen nun thematische Konferenzen dabei helfen, die erforderlichen Maßnahmen mit den Betroffenen weiter auszuarbeiten.

Parallel dazu werden auch Konzertierungen mit dem Parlament stattfinden. So soll dann ein ganz konkreter Plan entstehen, der als Vorgabe für die Politik in der nächsten Legislaturperiode in das Regionale Entwicklungskonzept III einfließen wird.

Veranstaltungsreihe Ostbelgien und Du: Zukunft gemeinsam gestalten

 

Die Zukunft beginnt jetzt. Heute stellen wir die Weichen für das Ostbelgien von morgen. Ob Sicherung der Gesundheitsversorgung, Inklusion von Kindern mit Beeinträchtigung in Regelschulen oder Förderung kultureller Bildung - mit der Veranstaltungsreihe „Ostbelgien und Du“ stellt die Deutschsprachige Gemeinschaft die Zukunftsprojekte des Regionalen Entwicklungskonzepts vor. Seien Sie jetzt dabei und gestalten Sie die Zukunft mit!