Kunstsammlung der Deutschsprachigen Gemeinschaft

Einsetzung der neuen Kunstkommission

Am 8. Juni wurde die fünfköpfige Kunstkommission in Eupen für eine Dauer von vier Jahren eingesetzt. Die Mitglieder befassen sich mit den Kunstankäufen für die Sammlung der Deutschsprachigen Gemeinschaft.

Die Kunstkommission ist damit beauftragt, der Regierung in Fragen der Erweiterung der Kunstsammlung beratend zur Seite zu stehen und Vorschläge für Kunstankäufe zu unterbreiten.

Kunstkommission
Die Kunstkommission

Die Mitglieder folgten einem öffentlichen Bewerberaufruf der Regierung im Winter 2016, worauf sich insgesamt neun Personen bewarben.

Bei der Zusammenstellung der Kommission wurde unter anderem auf die unterschiedlichen Qualifikationen der Bewerber geachtet, sodass eine heterogene, diskussionsfähige und äußerst motivierte Gruppe entstanden ist, die ihren Auftrag bestmöglich erfüllen kann.

Nach der feierlichen Einsetzung tauschte die neue Kommission sogleich erste Ideen zur Konzepterstellung aus, beriet über gemeinsame Ziele und hielt die weitere Vorgehensweise fest.

Die Besetzung der neuen Kunstkommission im Detail:

  • Dr. Dirk Tölke, Vorsitzender, Kunsthistoriker mit Promotion, Ausstellungsrezensent des Aachener Klenkes
  • Heike Binger, Diplom-Designerin, Dozentin der Akademie für Handwerksdesign in Aachen, freischaffende Künstlerin
  • Walter Mießen, langjähriges Mitglied und Präsident des Verwaltungsrates des IKOB, Mentor bei der Ostbelgieninvest AG
  • Anke Reitz, Kunsthistorikerin, Kuratorin und Sammlungsleiterin mit Schwerpunkt Fotografie, Konservatorin des „Centre national de l'audiovisuel“ in Clervaux
  • Nadine Streicher: Kunsthistorikerin, ehem. Vermittlerin im IKOB

Seit rund 35 Jahren ist die Deutschsprachige Gemeinschaft im Besitz einer langsam, aber stetig wachsenden Sammlung von Kunstwerken regionaler und überregionaler Künstler. Sie umfasst inzwischen rund tausend Werke, wovon ein Teil ständig in öffentlichen Gebäuden in Ostbelgien, beispielsweise in Gemeindehäusern oder dem Parlament der Deutschsprachigen Gemeinschaft, ausgestellt ist. Es handelt sich größtenteils um Gemälde, Grafiken und Fotografien, seltener um Skulpturen und Kunstobjekte anderer Art.