Gipfel der Großregion

Partner der Großregion kamen in Schengen zusammen

Auf Einladung des luxemburgischen Premierministers Xavier Bettel und der Ministerin für die Großregion Corinne Cahen, kamen am 4. Juli 2017 in Schengen die Exekutiven der Großregion zu einem informellen Gipfel zusammen.

Am 4. Juli 2017 trafen sich in Schengen die Exekutiven der Großregion zu einem informellen Gipfel.

Die grenzüberschreitende Zusammenarbeit ist eine wichtige Komponente für den Aufbau Europas, weil:

- sie dazu beiträgt, Europa in den Alltag unserer Mitbürger zu bringen

- sie aufzeigt, dass Europa dazu da ist, den Bürgern das Leben zu erleichtern.

 

Corinne Cahen

Ministerin für die Großregion

Corinne Cahen, Ministerin für die Großregion, stellte die laufenden Arbeiten des luxemburgischen Vorsitzes vor, der unter dem Schwerpunktthema Bürgernähe und Integration der Bürgerinnen und Bürger steht.

Zu den bevorstehenden Veranstaltungen zählen unter anderem:

  • die Konferenz über die Auswirkungen der Digitalisierung auf den Arbeitsmarkt und die Ausbildung
  • das Schülertreffen „Digital Kids“
  • die Konferenz zur grenzüberschreitenden Mobilität
  • das Jugendparlament der Großregion

In der Folge wurden die Fragen in Bezug auf die Governance diskutiert: Die Exekutiven haben einerseits den Aufnahmeantrag des Departements Ardennen zur Kenntnis genommen und andererseits den Wunsch des Departements Meuse, vollwertiges Mitglied zu werden. Letzteres hat seit vielen Jahren lediglich einen Beobachterstatus. Diese neuen Möglichkeiten der Zusammenarbeit haben sich aus der 2016 erfolgten, französischen Gebietsreform ergeben.

Abschließend stellte der Staatssekretär für nachhaltige Entwicklung und Infrastrukturen, Camille Gira, den Fortschrittsbericht vor. Hierbei geht es um ein juristisches Instrument, das es ermöglichen soll zusammenhängende, administrative und rechtliche Hemmnisse zu beseitigen.

Nach der Sitzung begaben sich die Teilnehmer des Gipfels gemeinsam an den Streckenrand der vierten Etappe der Tour de France. Diese verlief durch die vier Länder der Großregion- das Symbol schlechthin für ein Europa ohne Grenzen ist.

Labor Europas

Der Kooperationsraum Großregion, der häufig als „Labor Europas“ bezeichnet wird - erstreckt sich auf vier der sechs Gründerstaaten der Europäischen Wirtschaftsgemeinschaft. 1985 zählten diese auch zu den fünf Unterzeichnerstaaten des Schengener Abkommens.

Demzufolge haben die politisch Verantwortlichen die Bedeutung der Freizügigkeit für die Bürgerinnen und Bürger der Großregion innerhalb des Schengen-Raums unterstrichen. Mit rund 220.000 Grenzgängern, die täglich über die Binnengrenzen pendeln, ist die Großregion, das Gebiet der Europäischen Union, mit der stärksten grenzüberschreitenden Mobilität.

Angesichts der tiefen Verankerung mit Europa, begrüßten die Vertreter der Exekutiven, die Intensivierung der europäischen Arbeitsvernetzung und die Anbindung der Großregion an die Arbeitsgemeinschaft Europäischer Grenzregionen (AGEG). Seit 1971 fördert diese Arbeitsgemeinschaft die Verstärkung der europäischen Integration- und dies mittels der Vertretung und Verteidigung der Interessen europäischer Grenz- und grenzübergreifender Regionen.

Die Mitglieder des Gipfels der Großregion in Schengen