Vereinsvorstände in Ostbelgien stehen vor Herausforderungen

Umfrage

Vom 17. Juli bis zum 18. September 2017 führte die Servicestelle Ehrenamt im Ministerium eine Umfrage zur Situation der Vereinsvorstände in Ostbelgien durch.

Die Umfrage wurde im Kontext des Regionalen Entwicklungskonzepts (REK) und im Rahmen des Projekts „Engagement bewegt“ durchgeführt. Insbesondere ging es um die Frage, wie die Vereine und ihre Vorstandsarbeit gezielt unterstützt werden kann.

Die Vorstandsarbeit steht vor neuen Herausforderungen.

Viele Vereinigungen beklagen, dass sie keinen Nachwuchs mehr für die Vorstandsarbeit finden, dass die Herausforderungen und der Druck in der Vorstandsarbeit wachsen und dass zunehmend mehr Fachkenntnisse in der Finanzverwaltung oder in der Rolle als Arbeitgeber gebraucht werden. Aber wie genau sieht die Situation bei den Vereinigungen in Ostbelgien aus?

Die Umfrage griff folgende Punkte auf:

  • Angaben zum Verein
  • Motivation für die Vorstandsarbeit
  • Inanspruchnahme externer Dienstleister
  • Kontakt mit dem Ministerium
  • Wünsche bezüglich konkreter Unterstützungen in der VoG

Die Ergebnisse kurz und bündig:

  • 510 VoGs wurden angeschrieben und es gab eine Rücklaufquote von 26,08 %.
  • Die meisten VoGs haben zwischen 26 und 50 eingeschriebene Mitglieder und sind im Sport- und Kultur-Jugendbereich aktiv.
  • Ein Fünftel der VoGs beschäftigen ONSS-pflichtiges Personal.
  • Der typische Präsident ist männlich,  zwischen 30 und 49 Jahre und weniger als fünf Jahre im Amt.
  • Mehr als die Hälfte der befragten Vorstandsmitglieder beabsichtigen, für eine weitere Wahlperiode zu kandidieren.
  • Die meisten Vorstandsmitglieder sind durch persönliche Ansprache und durch Diskussionen in der Generalversammlung zu ihrem Mandat gekommen.
  • Die Verwaltungsräte sind der Meinung, dass ihr Engagement wichtig für den Verein ist. Sie werden durch ein gutes Arbeitsklima motiviert.
  • Ungefähr ein Fünftel der Organisationen arbeitet mit externen Dienstleistern zusammen.
  • Die meisten Organisationen, die befragt wurden, haben hauptsächlich Kontakt mit dem Fachbereich „Kultur und Jugend“ des Ministeriums, gefolgt von „Sport, Medien und Tourismus“.
  • Dabei sind die Organisationen durchweg zufrieden mit der Zusammenarbeit. Allerdings wünschen sie sich eine Vereinfachung der Verwaltungsprozeduren und schnellere Entscheidungen.
  • Fast die Hälfte der Organisationen wünscht sich Informationen zu technisch-administrativen Fragen der Vereinsführung, gefolgt vom Wunsch nach Seminaren für Vereinsvorstände sowie Austauschtreffen.

Alle Ergebnisse der Umfrage können Sie im Download nachlesen.

Herzlichen Dank an alle Vereinigungen, die an der Umfrage teilgenommen haben!