02.07.2018

Ostbelgien und Du - Wohnen in Ostbelgien ab 2020

Bezahlbare Mieten, mehr Wohnraum und alternative Wohnformen

Im Rahmen der Veranstaltungsreihe „Ostbelgien und Du“ wird das Thema Wohnen in den Blick genommen. Unter dem Titel „Wohnen in Ostbelgien ab 2020“ diskutierten unterschiedlichste Menschen über die Herausforderungen der Zukunft.

Die Veranstaltung „Wohnen in Ostbelgien ab 2020“ fand im Norden und im Süden der Deutschsprachigen Gemeinschaft statt (7. Juni in Eupen und 28. Juni in St. Vith). Ziel war es, rund um das Thema Wohnen den Austausch zwischen Politik und Bürgern anzuregen. Auch Akteure in diesem Bereich waren vertreten.

Im Vorfeld durften die Teilnehmer die Themen nennen, die sie interessieren. Folgendes Trio sollte demnach die Themenschwerpunkte bilden:

1. Erschwinglicher Wohnraum

2. Zukünftige öffentliche Wohnungsangebote

3. Alternative Wohnformen

Wovon ist beim sogenannten „Wohnungswesen“ eigentlich die Rede?

Wohnen ist ein Bereich, der naturgemäß jedermann betrifft sowie vielschichtige Aspekte umfasst. Es geht zunächst um:

  • zukünftige Prämiensysteme;
  • das Mietrecht und
  • Zugang zu Eigentum.

Ferner geht es um den öffentlich geförderten Wohnraum und seine zahlreichen Aspekte: Welche Angebote sind nötig? Wie sollten sie finanziert werden? Wer sollte Zugang dazu haben? Wie kann soziale Vielfalt erreicht werden?

Hintergrund

Anlass bildet zum einen das Regionale Entwicklungskonzept 2025 und zum anderen die bevorstehende Übertragung der Kompetenz Wohnungswesen von der Wallonischen Region an die Deutschsprachige Gemeinschaft. Mit den Ergebnissen wird die nächste Regierung in diesem Bereich konkrete Gestaltungspielräume haben. Die Veranstaltung war der Beginn der Sammlung guter Ideen. Es ist vorgesehen, 2019 eine fachliche Arbeitsgruppe einzuberufen.

Viele Baustellen

In der Diskussion berichteten die Teilnehmer aus ihrer privaten und teils beruflichen Praxis. Die Feststellungen und Herausforderungen in diesem Bereich lagen schnell auf der Hand.

Der Zugang zu bezahlbarem Wohnraum müsse verstärkt werden. Dabei sei die bekannte demographische Entwicklung durchaus als Chance zu begreifen, um neue Wohnformen anzubieten, insbesondere für Senioren, aber auch für Jugendliche. Weiter wurden verschiedenste Begriffe und Lösungen erörtert: barrierefreies Wohnen, modulare Planung, alternative Eigentumsformen wie Community Land Trust, Mehrgenerationenhaus, Seniorenresidenz…

Wohnen knüpft eindeutig an andere Bereiche an, wie Raumordnung, Senioren, Gesundheit und Soziales. Es werde daher wichtig sein, gesamtheitliche Konzepte zu entwickeln. In diesem Zusammenhang ist für das Wohnen im Alter die Idee von Wohnhilfezonen gefallen.

Schließlich wurde insgesamt klar, dass die Prioritäten in urbaner und ländlicher Umgebung verschieden sind.

Der Austausch fand im Beisein des zuständigen Ministers für Familie, Gesundheit und Soziales statt. An der Lokalrunde nahmen in Eupen 20 Personen und in St. Vith 10 Personen teil.

Weitere Informationen

Wenn Sie das Thema Wohnen interessiert und Sie weitere Informationen erhalten möchten, wenden Sie sich gerne an Herrn Vincent Klerx (Kontaktdaten unter „Mehr zum Thema“).

Veranstaltungsreihe Ostbelgien und Du


Die Zukunft beginnt jetzt. Heute stellen wir die Weichen für das Ostbelgien von morgen. Die Konferenz zur kulturellen Bildung, der Infomarkt Ehrenamt oder die Veranstaltungsreihe „Wohnen in Ostbelgien ab 2020“  - mit der Reihe „Ostbelgien und Du“ stellt die Deutschsprachige Gemeinschaft die Zukunftsprojekte des Regionalen Entwicklungskonzepts vor. Seien Sie jetzt dabei, informieren Sie sich und gestalten Sie die Zukunft mit.