Der Pflegefamiliendienst (PFD) und die Zentrale Behörde der Gemeinschaft für Adoption (ZBGA) ziehen um

Tapetenwechsel: neue Adresse für PFD und ZBGA

Am 11. Juli geht es los. Das ehemalige Justizhaus an der Aachener Straße 62 beherbergt von nun an die zwei Dienste. Die Mitarbeiter stehen Ihnen natürlich weiterhin mit Rat und Tat zur Seite.

In den vergangenen Jahren stieg die Anzahl der begleiteten Pflegefamilien und -kinder stetig an. Auch die Anforderungen an die ZBGA wuchsen mit den Jahren. Somit wurden auch die jeweiligen Teams größer, so dass der Platz im Ministerium nicht mehr ausreichte. Für Begleitung von Besuchskontakten zwischen leiblichen Eltern und ihren Kindern, für Informations- und Beratungsgespräche fehlten zuletzt Räumlichkeiten.

Im neuen Haus der beiden Dienste stehen nun rund 240 m² für Begleitung, Beratung und Austausch zur Verfügung. Neben Versammlungsräumen gibt es zwei Besucherräume, eine Küche und einen Kreativ-Raum.

Was macht der Pflegefamiliendienst?

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Der Pflegefamiliendienst ist der Ansprechpartner für Pflegekinder und ihre Paten- oder Pflegefamilien. Das Team sucht Pflegefamilien, informiert, schult, berät und begleitet alle Familien vor und während einer Pflegschaft.

  • Familien anwerben, informieren und vorbereiten:

Die Mitarbeiter suchen Pflegefamilien etwa durch einen Aufruf in den Medien oder Informationsabende. Die Familien werden umfangreich informiert. Gemeinsam mit der Familie prüfen die Mitarbeiter die Wünsche, Möglichkeiten und Grenzen bei der Übernahme einer Pflegschaft. Sie schauen, ob die Familie als Paten- oder Pflegefamilie geeignet ist. An mehreren Schulungsabenden und während eines Wochenendseminars bereitet der Dienst die Familien auf ihre Aufgabe vor.

  • Vermittlung eines Pflegekindes

In einer Annährungsphase beobachten die Mitarbeiter, ob Pflegekind und Pflegefamilie zusammenpassen könnten. Gespräche mit dem Kind und Besuche vor Ort in den Familien sind wichtig. So schaut der Dienst mit allen Beteiligten, ob es gelingt, eine Beziehung aufzubauen.

  • Ansprechpartner für alle Fragen

Auch nach der Vermittlung eines Kindes begleitet der Dienst die Familien intensiv. Jede Familie und jedes Pflegekind hat einen festen Ansprechpartner mit einem offenen Ohr für alle Anliegen. Die Mitarbeiter begleiten auch die Besuchskontakte mit den leiblichen Eltern. Die Kontakte sind für die Kinder wichtig, um ihre Wurzeln zu kennen.

  • Fortbildungen und Austausch

Der Pflegefamiliendienst bietet regelmäßig Fortbildungen zu Themen wie Traumaarbeit, Umgang mit der Pubertät, usw. an. Ein weiteres Angebot sind regelmäßige Austauschabende mit anderen Pflegeeltern.

Was macht die Zentrale Behörde der Gemeinschaft für Adoption, kurz ZBGA?

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Die ZBGA ist der Ansprechpartner für Adoptionsinteressierte, die in der Deutschsprachigen Gemeinschaft leben. Sie informiert, berät und begleitet angehende Adoptiveltern ganz in der Nähe, vor Ort und in deutscher Sprache.

Die Mitarbeiter begleiten vor der Adoption, bei der Vorbereitung, während der Wartezeit und auch nach der Adoption. Für die Vermittlung eines Adoptivkindes  müssen sich werdende Adoptiveltern an die Französische Gemeinschaft wenden. Denn aufgrund der geringen Anzahl Adoptionen gibt es keinen eigenen Vermittlungsdienst in Ostbelgien.

Ein wichtiges Angebot der ZBGA sind die Adoptivelternabende, Austauschabende für Pflege- und Adoptiveltern, Thementage, Fachtagungen und Familientage. Vom Erfahrungsaustausch bis hin zu Seminaren zu spezifischen Themen wie Biographiearbeit.

Adoptiveltern, die einfach mal einen Rat brauchen, wenden sich gerne an die Zentrale Behörde für Adoption. Die Mitarbeiter haben ein offenes Ohr für alle Fragen der Familien und ihrer Kinder. Die Beratung richtet sich an alle Adoptivfamilien, auch wenn sie ein Kind aus ihrer eigenen Familie adoptiert haben.