07.09.2018

Internationale Tagung - 12./13. Oktober 2018

„Nationale Variation in der deutschen Rechtsterminologie“

Deutsch ist eine der belgischen Amtssprachen. Daher ist auch auf belgischer Ebene ein eindeutiger deutscher Fachwortschatz nötig, besonders im Rechtswesen - die Rechtsterminologie.

Die Deutschsprachige Gemeinschaft lädt ein zur zweiten Tagung zum Thema Rechtsterminologie, diesmal mit internationaler Ausrichtung. Eingeladen sind alle (angehenden) Übersetzer, Dolmetscher, Juristen und Sprachwissenschaftler sowie alle anderen Interessenten.

In Belgien ist es die Aufgabe des Ausschusses der Deutschsprachigen Gemeinschaft für die deutsche Rechtsterminologie, verbindlichen deutschen Rechtswortschatz für Belgien festzulegen. Nun ist Belgien nicht der einzige Staat mit Deutsch als Amtssprache - andere Länder, in denen Deutsch nationale oder regionale Amtssprache ist, stehen vor ähnlichen Herausforderungen. Nach der ersten Tagung „Drei Sprachen - ein Recht. Terminologie als Faktor der Rechtssicherheit in Belgien“ im Juni 2012 soll die Tagung daher diesmal eine internationale Ausrichtung haben.

Die Tagung

Die Tagung „Nationale Variation in der deutschen Rechtsterminologie“ hat zum Ziel, eine Plattform für einen Querschnitt durch die Problematik der nationalen Variation in der deutschen Rechtsterminologie zu bieten. Dieser Überblick ist sowohl für Übersetzer und Dolmetscher als auch für Juristen, Rechts- und Sprachwissenschaftler interessant. Referenten aus Belgien, Deutschland, Österreich, der Schweiz und Italien schildern die Entwicklung der deutschen Rechtsterminologie in ihren Staaten und sprechen über typische Herausforderungen.

Die Teilnahme ist kostenlos.

 

Anmeldungen nimmt Sandra Weber bis zum 25.09.2018 entgegen.

 

Veranstaltungsort ist das Seminarzentrum Kloster Heidberg, Bahnhofstraße 4 in 4700 Eupen. Übernachtungen für Tagungsteilnehmer sind dort ebenfalls möglich. 

Internationale Ausrichtung

Die Tagung beginnt am 12. Oktober um 12 Uhr und endet am 13. Oktober um 13 Uhr. Den Beginn macht der ostbelgische Jurist Andy Jousten mit einem Vortrag über die deutsche Rechtsterminologie Belgiens. Auch aus dem deutschsprachigen Ausland konnten namhafte Referenten gewonnen werden, z. B. von den Universitäten Luxemburg, Graz und Mailand, von der schweizerischen Bundeskanzlei, von der TU Braunschweig für Rechtssprache und Forensische Linguistik, vom Institut für Angewandte Sprachforschung (Eurac Research) sowie von der Stabsstelle „Parlamentarismusforschung“ des Österreichischen Parlaments.

Was ist eigentlich Terminologie?

Mit dem Begriff „Terminologie“ bezeichnet man den Fachwortschatz, mit dem sich Experten untereinander austauschen. Da die Inhalte immer komplexer werden und sich Fachgebiete mehr und mehr überschneiden, werden immer größere Anforderungen an eine präzise Sprache gestellt. Das gilt insbesondere für das Rechtswesen. Denn nur durch einen eindeutigen Fachwortschatz kann die Rechtssicherheit gewährleistet werden, können Verständnis- und Sicherheitsprobleme vermieden und kohärente Rechtstexte gestaltet werden.