Mittwoch, 13. März 2019 um 19:00 Uhr, Triangel St.Vith

Fokus Raumordnung – Gestaltungschancen für Ostbelgien

Die Deutschsprachige Gemeinschaft wird bald für die Raumordnung zuständig sein. Aber, was genau bedeutet das? Die Informationsveranstaltung mit Experten aus dem In- und Ausland liefert Antworten auf diese und viele weitere Fragen.

Die Verfassung Belgiens ermöglicht es, dass gewisse hoheitliche Aufgaben der Regionen durch die Deutschsprachige Gemeinschaft gestaltet und ausgeführt werden können. Die Zuständigkeit für Raumordnung ist seit langem seitens der Deutschsprachigen Gemeinschaft gefordert. Seit dem Regierungswechsel im Juni 2017, signalisierte auch die Wallonische Region ihre Bereitschaft, die Raumordnung an die Deutschsprachige Gemeinschaft abzutreten.

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Die Verhandlungen hierüber sind weitestgehend abgeschlossen. Unter der Voraussetzung, dass sowohl das Wallonische Parlament als auch das Parlament der Deutschsprachigen Gemeinschaft den entsprechenden Übertragungsdekrete zustimmen, wird ab dem 1. Januar 2020 die Deutschsprachige Gemeinschaft selbstständig die Rahmenbedingungen für die Raumordnung und den Städtebau festlegen können.

Wir haben nun die Möglichkeit, die inhaltliche Diskussion über die Raumordnung in Ostbelgien anzustoßen. Ab jetzt können Leitlinien vorbereitet werden nach denen in unserer Region demnächst der Raum gestaltet und bebaut werden kann.

Davor sollten aber einige wichtige Fragen geklärt werden:

  • Was ist Raumordnung eigentlich?
  • Welchen Einfluss nimmt Raumordnung auf Mensch und Umwelt?
  • Welche Erfahrungen haben wir und andere in der Vergangenheit gemacht?

In diesem Zusammenhang lädt die die Regierung der Deutschsprachigen Gemeinschaft zur kommenden Auflage der Konferenzreihe "Fokus" am 13. März 2019 im Triangel St. Vith ein. Diesmal unter dem Titel "Fokus Raumordnung – Gestaltungschancen für Ostbelgien" - Um Anmeldung wird gebeten bis zum 7. März 2019.

Referenten und Gesprächspartner sind an diesem Abend

  • die Vize-Ministerpräsidentin Isabelle Weykmans;
  • Arjan Harbers vom niederländischen Planbureau voor de Leefomgeving (Nationales Forschungsinstitut für Umwelt, Natur und Raumplanung);
  • Prof. Dr. Karina Pallagst von der technischen Universität Kaiserslautern, Leiterin des Lehr- und Forschungsgebiets Internationale Planungssysteme;
  • Josef Mathis, Vorstandsmitglied vom Verein zur Förderung von Baukultur in ländlichen Räumen und ehemaliger Bürgermeister der Gemeinde Zwischenwasser im Vorarlberg; 
  • Frank Weber, Abteilungsdirektor der Südtiroler Landesverwaltung für Natur, Landschaft und Raumentwicklung.

Im Mai 2015 intiierte die Regierung der Deutschsprachigen Gemeinschaft die Konferenzreihe "Fokus", um über national-politische, europäische und globale Themen öffentlichen Interesses zu diskutieren, aber auch Themen und Neuerungen mit einem konkreten Einfluss auf den Alltag der Ostbelgier.

 

Dies trifft besonders auf die Raumordnung zu. Sie wird mit Experten aus anderen Regionen Europas diskutiert. Aus deren Wissen und Erfahrungen können sich interessante Ansatzpunkt für Ostbelgien ergeben.

Fokus Raumordnung - 13.03.2019
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