145 Seiten und 23 Maßnahmenpakete

Ostbelgien setzt sich für Klimaschutz und nachhaltige Energie ein

Die 9 deutschsprachigen Gemeinden ratifizieren den integrierten Energie- und Klimaplan.

Damit in Ostbelgien Modelle, um nachhaltig Energie zu nutzen, Fuß fassen, erhielten die Themen Energie und Mobilität bereits 2009 ein eigenes Zukunftsprojekt im Regionalen Entwicklungskonzept. Dies obwohl die Deutschsprachige Gemeinschaft bis heute nur über sehr begrenzte Handlungsspielräume verfügt, um eigene energiepolitische Maßnahmen umzusetzen.

Ostbelgien tritt weltweit größter Klimainitiative auf lokaler Ebene bei

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Die Deutschsprachige Gemeinschaft begleitet nun während eines Jahres die neun Gemeinden bei ihrem Vorhaben, sich dem sogenannten Konvent der Bürgermeister anzuschließen. Dabei handelt es sich um die weltweit größte Klimainitiative auf regionaler Ebene.

Dieser gehören mittlerweile über 7.700 Gemeinden in über 50 Ländern an. Wer das Konvent unterzeichnet, verpflichtet sich dazu, das EU-Ziel zur Reduzierung der Treibhausgasemissionen um 40% bis 2030 umzusetzen.

Bis 2030 40% weniger Ausstoß? So sieht die Strategie für Ostbelgien aus

Um das zu erreichen, wurde ein 145-seitiger integrierter Energie- und Klimaplan für die Deutschsprachige Gemeinschaft entwickelt. Dafür war das renommierte Wuppertal Institut für Klima, Umwelt und Energie mit an Bord. Die 23 Maßnahmenpakete beziehen sich auf Zuständigkeitsbereiche der Gemeinden und der Deutschsprachigen Gemeinschaft.

Als der Energie- und Klimaplan entstand, arbeiteten Gemeinschaft und Gemeinden eng zusammen, um Hebeleffekte freizusetzen. Auf Basis einer Regionalanalyse wurden folgende Handlungsfelder festgehalten:

  • Transport
  • Wohnungswesen
  • öffentlicher Sektor
  • erneuerbare Energien

Hier verfügen die Deutschsprachige Gemeinschaft und die Gemeinden gemeinsam über verhältnismäßig große Umsetzungspotenziale.

Zudem wurden erstmals Handlungsansätze, um Risiken des Klimawandels einzudämmen, in folgenden Bereichen definiert:

  • Raumordnung
  • Gesundheit
  • Landwirtschaft
  • Energie
  • Wald
  • Biodiversität
  • Tourismus