Kinderbetreuung

Außerschulische Betreuung: Erweiterungs- und Umzugsprojekte stehen an

Wenn in der Schule die Glocke klingelt, befinden sich zahlreiche berufstätige Mütter und Väter noch auf der Arbeit. Wohin also mit dem Nachwuchs? Die Lösung heißt außerschulische Betreuung. Lesen Sie, was hier alles in Bewegung ist!

Die Schulöffnungszeiten lassen sich nicht immer mit den Arbeitszeiten der Eltern vereinbaren. Selbstständige und konventionierte Tagesmütter betreuen seit jeher Kinder auch nach Schulschluss.

2002 erkannte die Deutschsprachige Gemeinschaft den ersten Standort der außerschulischen Betreuung (AUBE) offiziell an. Erstmals war es möglich, Kinder vor bzw. nach der Schule in einer größeren Gruppe betreuen zu lassen.

So sieht die AUBE in Ostbelgien aus

Die außerschulische Betreuung soll sich klar vom Schulalltag abgrenzen. Die Kinder entscheiden, wie sie ihre Freizeit während der Betreuung verbringen: Die Kleinsten möchten nach dem Imbiss vielleicht im Ruhebereich kuscheln. Andere Kinder möchten draußen toben. Schulkinder wiederum haben die Möglichkeit, eigenständig ihre Hausaufgaben zu erledigen

Die Kinderbetreuerinnen in der AUBE haben alle Hände voll zu tun: Die meisten Standorte sind ab 7 Uhr morgens bis Schulbeginn und ab Schulschluss bis 18 Uhr geöffnet.

Das Regionalzentrum für Kleinkindbetreuung (RZKB) ist Träger von 22 Standorten der AUBE. Hinzu kommen drei andere Standorte: das Königliche Athenäum Eupen, die Pater-Damian-Grundschule in Eupen und das Kinder-Betreuungs-Zentrum in Hauset. Über den weiterführenden Link finden Sie detaillierte Informationen zu allen Standorten.

Die meisten Standorte haben den Vorteil, dass sie sich in einem Schulgebäude oder in unmittelbarer Nähe einer Schule befinden. Wenn dies nicht der Fall ist, gehen die Kinder in Begleitung der Kinderbetreuerinnen entweder zu Fuß zum Standort bzw. zur Schule oder es wird ein Transport organisiert.

Der Bedarf steigt

Gesellschaftlicher Wandel erfordert mehr und ausgedehntere Kinderbetreuungsangebote. Hier ist auch die AUBE stark gefordert. Die Nachfrage ist teilweise so groß, dass im Laufe der Jahre die Räume zu klein werden oder nicht mehr den Qualitätsvorgaben entsprechen.

Die Träger müssen sich dann auf die Suche nach zusätzlichen oder neuen Betreuungsräumen geben. Und die Zahl der betreuten Kinder steigt, je attraktiver ein Standort gestaltet ist.

Konkrete Änderungen stehen vor der Tür

In Herbesthal platzen die Räume buchstäblich aus allen Nähten - trotz einer Erweiterung im Jahr 2017: Mit einer Belegung von bis zu 70 Kindern täglich sind die Räume an manchen Tagen überbelegt. Die Gemeinde stellt nun zusätzlichen Platz, gegenüber der Gemeindeschule im Haus Creaviva, zur Verfügung. Hier renovieren zurzeit fleißige Handwerker und richten alles für die Kinderbetreuung her.

Das gleiche Problem herrscht in Kelmis: Das 2016 bezogene Gebäude in der Patronagestraße ist inzwischen zu klein für die stetig wachsende Zahl von Kindern (bis zu 65 Kinder an gewissen Tagen). Auch hier suchen die Gemeindeverantwortlichen fieberhaft nach zusätzlichen Räumlichkeiten.

Auch in Amel und Eynatten werden die bestehenden AUBE-Räume aktuell wegen Platzmangel erweitert. In Elsenborn, Nidrum und Manderfeld stehen ebenfalls Erweiterungs- oder Umzugsprojekte an.

Selbst wenn Umzüge oder Erweiterungen allen Partnern Einiges abverlangen: Das Wohl der Kinder steht immer an erster Stelle. Und die Zahlen sind deutlich: im Jahr 2018 wurden insgesamt 2.377 Kinder in den 25 Standorten betreut.