Richtigstellung

Corona-Kontakt-Tracing: Daran erkennen Sie einen offiziellen Anruf

Für das sogenannte „Kontakt-Tracing“ erhebt das Ministerium ausschließlich Daten, die der Virusbekämpfung dienen. Entgegen den Warnungen der föderalen Polizei ist es möglich, dass der Kontaktermittler das Testresultat überbringt und die Nationalregisternummer erfragt.

Seit dem 8. Mai setzt das Ministerium der Deutschsprachigen Gemeinschaft auf das sogenannte „Kontakt-Tracing“. Ziel ist es, Infizierte schneller zu finden und zu isolieren, um die Ausbreitung des Coronavirus einzudämmen.

Notieren Sie diese Telefonnummer!

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Die Kontaktzentrale ruft den Patienten immer nur über die Nummer 02/ 214.19.19 an. Falls dieser innerhalb von 24 Stunden nicht auf mehrere Anrufversuche reagiert, besucht ein Mitarbeiter ihn zuhause. Im Gegensatz zum föderalen Tracing wird der Patient in der Deutschsprachigen Gemeinschaft nicht per SMS kontaktiert.

Wie werden die Testergebnisse übermittelt?

Der Hausarzt entscheidet aufgrund der Symptome, ob ein PCR-Test notwendig ist. Wenn der Test positiv ausfällt, werden die Laborergebnisse automatisch in die gesicherte föderale Datenbank des belgischen Wissenschaftsinstitutes Sciensano eingespeist.

Der Hausarzt kann die Ergebnisse digital abrufen. Positive Ergebnisse werden zudem der Corona Kontakt-Tracing-Zentrale mitgeteilt mit dem Auftrag, das Tracing zu starten. Daher ist es möglich, dass die Kontaktzentrale dem Patienten das positive Testresultat mitteilt, denn:

  • nicht jeder behandelnde Arzt arbeitet am Wochenende. Die Kontakt-Tracing-Zentrale arbeitet jedoch sieben Tage die Woche, um die infizierten Personen innerhalb von 24 Stunden nach Erhalt des positiven Testergebnisses zu erreichen. Nur so kann das Virus schnell eingedämmt werden.

  • nicht jeder behandelnde Arzt findet morgens zuallererst die Zeit, alle Laborergebnisse zu überprüfen und diese telefonisch zu übermitteln. Die Kontakt-Tracing-Zentrale hat dies zur zentralen Aufgabe.

Welche Daten werden verwendet?

Folgende Daten werden verwendet, um die Ausbreitung des Virus zu bekämpfen: die Identität und Adresse des Patienten bzw. der Kontaktperson, relevante Daten des PCRTests, die LIKIV-Nummer des behandelnden Arztes, Kontaktdaten wie die E-Mail- Adresse und eine Kontaktnotfallnummer sowie Informationen zur Personengemeinschaft, z.B. das schulische Umfeld oder die Familie. Anders als an verschiedenen Stellen irrtümlich erwähnt, wird auch die Nationalregisternummer erfragt.

WICHTIG: Es werden weder Bankdaten, Passwörter oder Zugangsdaten erfragt, noch persönliche Fragen zum Tagesablauf oder zum Einkommen gestellt!

Sich einbringen, bedeutet das Virus eindämmen

Personenbezogene Daten mitzuteilen, geschieht auf freiwilliger Basis. Niemand wird im Verweigerungsfall rechtlich verfolgt, es drohen keine Haft- oder Geldstrafen. Zudem haben Datenschutz und Schweigepflicht oberste Priorität und sind für den Mitarbeiter der Telefonzentrale verpflichtend. Auch wird der Name der positiv getesteten Person nicht preisgegeben. Dennoch gilt: Je mehr Bürger das Kontakt-Tracing unterstützen, desto besser lässt sich eine zweite Infektionswelle verhindern.

Sie haben Fragen zum Ablauf des Corona Kontakt-Tracing? Sie zweifeln an der Identität eines Kontaktermittlers? Sie haben Fragen zum Datenschutz? Wenden Sie sich an das Ministerium der Deutschsprachigen Gemeinschaft unter +32 (0)87/ 596 300.

Weitere Informationen zu der neuen Maßnahme finden Sie über den weiterführenden Link.