Corona-Pandemie

Kontakt-Tracing: Vorsicht vor betrügerischen Anrufen

Das belgische Zentrum für Cybermobbing warnt vor betrügerischen Anrufen. Hier erfahren Sie, woran Sie erkennen, dass es sich um einen offiziellen Anruf der Corona Kontakt-Tracing-Zentrale handelt.

Seit dem 8. Mai setzt das Ministerium der Deutschsprachigen Gemeinschaft auf das sogenannte „Kontakt-Tracing“. Ziel ist es, Infizierte schneller zu finden und zu isolieren, um die Ausbreitung des Coronavirus einzudämmen. Dabei werden ausschließlich Daten erhoben, die der Virusbekämpfung dienen.

Offizielle Telefonnummer

AdobeStock_329149621_C_Jenny_Sturm

Die Kontaktzentrale ruft den Patienten immer nur über die Nummer 02/214.19.19 an. Oder ein Mitarbeiter besucht ihn zuhause, falls dieser innerhalb von 24 Stunden nicht auf mehrere Anrufversuche reagiert. Im Gegensatz zum föderalen Tracing wird der Patient in der Deutschsprachigen Gemeinschaft nicht per SMS kontaktiert.

Übermittlung der Testergebnisse

Der Hausarzt entscheidet aufgrund der Symptome, ob ein PCR-Test notwendig ist. Im Falle eines positiven Tests werden die Laborergebnisse automatisch in die gesicherte föderale Datenbank des belgischen Wissenschaftsinstitutes Sciensano eingespeist. Der Hausarzt kann die Ergebnisse digital abrufen. Positive Ergebnisse werden zudem der Corona Kontakt-Tracing-Zentrale mitgeteilt mit dem Auftrag, das Tracing zu starten.

Daher ist es möglich, dass die Kontaktzentrale dem Patienten das positive Testresultat mitteilt, denn:

  • Nicht jeder behandelnde Arzt arbeitet am Wochenende. Die Kontakt-TracingZentrale arbeitet jedoch sieben Tage die Woche, um die infizierten Personen innerhalb von 24 Stunden nach Erhalt des positiven Testergebnisses zu erreichen. Nur so kann das Virus schnell eingedämmt werden;

  • Nicht jeder behandelnde Arzt findet morgens zuallererst die Zeit, alle Laborergebnisse zu überprüfen und diese telefonisch zu übermitteln. Die Kontakt-Tracing-Zentrale hat dies zur zentralen Aufgabe.

Datenverwendung

Folgende Daten werden verwendet, um die Ausbreitung des Virus zu bekämpfen: die Identität und Adresse des Patienten bzw. der Kontaktperson, relevante Daten des PCRTests, die LIKIV-Nummer des behandelnden Arztes, Kontaktdaten wie die E-MailAdresse und eine Kontaktnotfallnummer sowie Informationen zur Personengemeinschaft, z.B. das schulische Umfeld oder die Familie. Anders als an verschiedenen Stellen irrtümlich erwähnt, wird auch die Nationalregisternummer erfragt.

Es werden weder Bankdaten, Passwörter oder Zugangsdaten erfragt, noch persönliche Fragen zum Tagesablauf oder zum Einkommen gestellt!

Sie haben Fragen zum Ablauf des Corona Kontakt-Tracing? Sie zweifeln an der Identität eines Kontaktermittlers? Sie haben Fragen zum Datenschutz? Wenden Sie sich an das Ministerium der Deutschsprachigen Gemeinschaft unter +32 (0)87/ 596 300.