Auswahlverfahren abgeschlossen

Erste Dorf-Büros in Ostbelgien

In Herbesthal und Amel entstehen die ersten Dorf-Büros Ostbelgiens. Die Projektskizzen der Gemeinden Lontzen und Amel konnten die Jury überzeugen. Hier erfahren Sie mehr zu den Dorf-Büros.

Bis Ende Dezember 2020 konnten die ostbelgischen Gemeinden einen Vorschlag für ein Co-Working Konzept in gemeindeeigener Infrastruktur einreichen. Das aussichtsreichste sogenannte Dorf-Büro sollte den Zuschlag für eine Anschubfinanzierung von maximal 15.000 Euro bekommen.

Nachdem die Gemeinden Lontzen und Amel Projektskizzen eingereicht haben, hat eine Jury die Empfehlung ausgesprochen, beiden Projekten die Realisierung zu ermöglichen.

Die Dorf-Büros sind gemeinschaftliche Arbeitsplätze mit Internetanbindung, die auf den ländlichen Raum zugeschnitten werden. Sie sollen Ende diesen bzw. Anfang nächsten Jahres eröffnet werden.

Wie sieht das Projekt in Amel aus?

Amel hat ein ganzheitliches und intergenerationelles Konzept für ein Dorf-Büro eingereicht. Sie haben verschiedene Komponenten der Dorfentwicklung eingebaut:

  • Im Gebäudekomplex „Am Bambusch“ werden eine Kinderkrippe und ein Seniorendorfhaus neu eingerichtet.
  • In den Räumen der bestehenden Bibliothek werden die Arbeitsplätze des Dorf-Büros gestaltet.

Mögliche Nutzer des Dorf-Büros sind quasi schon vor Ort: Eltern der nebenan betreuten Kinder, Bibliotheksbenutzer, Senioren oder auch Studenten aus der Gegend, die einen ruhigen Platz zum Recherchieren und Lernen suchen.

Was erwartet die Bewohner aus Herbesthal?

Die Gemeinde Lontzen möchte ein Dorf-Büro in Herbesthal eröffnen. Auch hier sind verschiedene Träger unter einem Dach integriert:

  • Das Dorf-Büro soll in einem Raum des ehemaligen Postpaketdienstes am alten Bahnhof eingerichtet werden, zwischen dem Jugendtreff von Herbesthal und den Klubräumen des ansässigen Petanque Klubs, die auch im gleichen Gebäudekomplex liegen.
  • Der halbstädtische Standort Herbesthal, die Nähe zum East-Belgium Park und die sehr gute Verkehrsanbindung an viele wirtschaftliche Ballungsgebiete der Grenzregion können dieses Dorf-Büro für viele Nutzer attraktiv machen.

Modelle für die Zukunft!

Obwohl der Aufruf zur Einreichung eines Konzeptentwurfes nur einer Gemeinde in Ostbelgien den Zuschlag für den Zuschuss ermöglichte, hat sich die Jury in ihrer Empfehlung für die Anschubfinanzierung beider Entwürfe ausgesprochen. Die Gemeinden sind geographisch so verortet, dass sie sich mit ihren Dorf-Büros keine Konkurrenz machen. Außerdem sind Herbesthal und Amel in Lage, Bevölkerungsstruktur und Urbanisierungsgrad sehr unterschiedlich.

Es entstehen mit diesen zwei Dorf-Büros unterschiedliche Erfahrungswerte, die als Modelle für weitere Gemeinden zur Verfügung stehen können. Schließlich wird ganz ausdrücklich das Ziel beider Gemeinden unterstützt, die Auslastung von im Gemeindebesitz befindlichen Räumlichkeiten zu erhöhen und somit die Bürger, die Vereine und die Träger für neue Nutzungsmöglichkeiten und Kooperationen zu sensibilisieren.