Schlösser, Burgen und Kapellen in Lontzen

Lontzen ist die westlichste Gemeinde Ostbelgiens und grenzt an die Wallonie. Auf 29 km² verteilen sich die Ortschaften Astenet, Herbesthal, Lontzen sowie Walhorn. Lontzen liegt auf der ostbelgischen Burgenroute. 5.695 Einwohner leben hier.

Vom 11. bis zum 18. Jahrhundert war Lontzen eine unabhängige Herrschaft. Zu dieser Zeit, bis zur französischen Revolution, gehörte das Land nördlich des Hohen Venns zum Herzogtum Limburg. Das Schloss Lontzen wird auch „Großes Haus“ oder „Welkenhuysen“ genannt. Bereits im 13. Jahrhundert stand dort ein Wehrturm, wo heute das Wasserschloss steht. Nach einem Großbrand im Jahre 1972 wurde die Burg wiederaufgebaut. Sie zählt zu den ältesten Befestigungsanlagen Ostbelgiens.

Die Ortschaft Walhorn war zur Limburger Zeit Sitz einer der „Banken“. So hießen damals die Verwaltungs- und Justizeinheiten des Herzogtums. Zur Bank Walhorn gehörten außer Eupen, Kelmis und Lontzen alle Dörfer im Norden Ostbelgiens. Das Walhorner Schöffengericht verwaltete die Bank-Angelegenheiten und vollzog die Rechtsprechung.

Wandernd Sehenswürdigkeiten entdecken

Natur, Kultur, Sportmöglichkeiten, Kulinarik und hervorragende Betreuungsangebote für Kinder. Hier lässt es sich gut leben

 

„Wirtschaftspanorama“

der WFG Ostbelgien

Alte Gutshäuser in Walhorn wie der Königshof, der Krümmelhof und der Krützhof sind bis heute erhalten. Sehenswert sind ebenfalls die zahlreichen alten Kapellen und Kirchen in der

Gemeinde: Die St. Hubertuskirche in Lontzen (errichtet 1768 – 1771) steht mit ihren Wandmalereien unter Denkmalschutz, der Kirchturm der St. Stephanuskirche im Zentrum Walhorns ist über 800 Jahre alt. Immer wieder stoßen Wanderer auf Kirchen und Kapellen, Herrenhäuser und Gehöfte aus dem typischen Graustein.

Mit Menschen und Märkten verbunden

Durch die Nähe zur Autobahn E40 (Aachen-Brüssel) und mehreren Nationalstraßen ist Lontzen sehr gut an das Umland angebunden. Transport- und Logistik spielen eine wichtige Rolle in der Gemeinde. Auf ihrem Gebiet liegt auch ein Teil des 320 ha umfassenden East Belgium Parks. Das größte Gewerbegebiet in Ostbelgien brachte Lontzen seine erste Industriezone, womit die Gemeinde für Unternehmen interessant wurde. Das Gelände bietet Unternehmen aller Branchen und Größen Platz. Es gibt eine gemischte und eine industrielle Zone, im gesamten East Belgium Park sind gut 200 Unternehmen mit fast 3.400 Arbeitsplätzen ansässig.

Beispiele für typische Bauten aus Graustein in Lontzen:

  • Die Caterina-von-Siena Kapelle mit einer schönen Statue der Heiligen
  • das Château Thor aus dem 18. Jh., das aus dem Brauhaus der alten Burg Astenet entstand.
  • Gegenüber liegt das Schloss Mützhof aus dem 17. Jh.
  •  Im Ort Walhorn gruppieren sich einige schöne Häuser und Höfe um die St. Stephanus-Kirche.
  •  eine interessante Geschichte hat auch der ehemalige preußische Grenzbahnhof Herbesthal, er bestand bis 1983.