6. Staatsreform - Beschäftigungsbereich

Seit dem 1. April 2015 nehmen die Regionen die Verwaltung von folgenden vier Beschäftigungsmaßnahmen wahr: bezahlter Bildungsurlaub, Zielgruppenermäßigung für Tutoren, Ausbildungsfonds Dienstleistungsschecks, Berufserfahrungsfonds.

Staatsreform

Am 1. Juli 2014 ist die 6. Staatsreform in Kraft getreten. Dies hat u. a. zur Folge, dass verschiedene Beschäftigungsmaßnahmen vom Föderalstaat an die Regionen gingen. Nach einer Übergangsperiode nehmen seit dem 1. April 2015 die Regionen die Verwaltung von folgenden vier Maßnahmen wahr:

  1. Bezahlter Bildungsurlaub: Er bietet den Arbeitnehmern die Möglichkeit, verschiedene anerkannte Weiterbildungen außerhalb des Arbeitsplatzes zu folgen. Die Arbeitnehmer erhalten während der Weiterbildung weiterhin ihr Gehalt. Der Arbeitgeber erhält vom FOREM eine Pauschale für die absolvierte Weiterbildung.
  2. Zielgruppenermäßigung für Tutoren: Der Arbeitgeber, der einem Jugendlichen eine berufliche Ausbildung bzw. ein Praktikum ermöglicht, kann eine Senkung der Arbeitgeberabgaben zur sozialen Sicherheit (LSS-Ermäßigung) beantragen.
  3. Ausbildungsfonds Dienstleistungsschecks: Anerkannte Dienstleistungsscheckunternehmen können die Kosten der Weiterbildungen der DLS-Arbeitnehmer zurückerstattet bekommen.
  4. Berufserfahrungsfonds: Dieser Fonds ermöglicht dem Arbeitgeber, die Qualität des Arbeitsplatzes an die Bedürfnisse seines Arbeitnehmers anzupassen. Der Arbeitnehmer muss mindestens 45 Jahre alt sein.

Für die Bürger der Deutschsprachigen Gemeinschaft bedeutet dies, dass seit dem 1. April 2015 das wallonische FOREM für Anträge und Aktenverwaltung in diesen vier Maßnahmen zuständig ist.

Weitere Informationen in deutscher Sprache erhalten Sie unter der kostenlosen Rufnummer 1719.