Tag der Deutschsprachigen Gemeinschaft

Wie jedes Jahr wird am 15. November der Tag der Deutschsprachigen Gemeinschaft gefeiert. Dieses Jahr findet der Festtag jedoch nicht in der gewohnten Form statt.

Zeitgleich mit dem Tag des Königs feiert die Deutschsprachige Gemeinschaft ihren Festtag. Traditionell finden rund um diesen Tag Festveranstaltungen in Brüssel und Ostbelgien statt. Zu den Veranstaltungen sind Gäste aus Politik und öffentlichen Behörden geladen.

Die Regierung und das Parlament möchten diesen Festtag aber auch allen Menschen widmen, die in der Deutschsprachigen Gemeinschaft leben. Möglichst viele Menschen sollen an den Feierlichkeiten teilnehmen können.

In diesem Jahr hat die Corona-Pandemie den Feierlichkeiten einen Strich durch die Rechnung gemacht. Deswegen steht der Festtag dieses Jahr ganz im Zeichen der Solidarität.

Historischer Hintergrund

Am 1. Oktober 1990 verabschiedete das Parlament, damals noch der Rat der Deutschsprachigen Gemeinschaft, ein Dekret, das den Festtag, das Wappen und die Fahne der Deutschsprachigen Gemeinschaft einführte. Warum der Festtag am 15. November gefeiert wird, wird folgendermaßen im Dekret begründet:

„Als eine der drei Gemeinschaften Belgiens, deren Autonomie in mehreren Etappen durch den Zentralstaat, sprich deren oberste gesetzgebende Körperschaft, zugestanden wurde, ist es für eine nationale Minderheit angebracht, ihren Festtag an einem nationalen Gedenktag zu begehen, besonders wenn sich Daten aus der jüngeren Vergangenheit ihrer Geschichte allesamt dazu nicht eignen. Von den wenigen dieser nationalen Gedenktage kommt logischerweise nur der 15. November, Tag der Dynastie (heute Tag des Königs), in Betracht: das Königshaus als Symbol der belgischen Einheit und gleichzeitig Wahrer des Ausgleiches zwischen den Gemeinschaften des Landes. Zudem legt der Vorsitzende der Exekutive bei Amtsantritt seinen Eid auf die Verfassung beim König ab.“