Alten- und Pflegewohnheime

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In den neun deutschsprachigen Gemeinden gibt es insgesamt acht Alten- und Pflegewohnheime. Ein weiteres liegt in Moresnet, also im französischsprachigen Gebiet, aber in unmittelbarer Nähe zu Kelmis. Dieses Haus zählt ebenfalls viele deutschsprachige Bewohner. Die Heime befinden sich teils in privater, teils in öffentlicher Trägerschaft.

Individuelles Heim- und Pflegekonzept

Das haben sich alle Einrichtungen im Jahr 2002 gegeben. Die Heime haben diese Konzepte gemeinsam erarbeitet – das ostbelgische Ministerium hat sie dabei unterstützt.

Die Konzepte orientieren sich vorrangig an folgenden Grundwerten:

  • Recht auf Privatsphäre

  • Respekt der Würde des alten Menschen

  • Recht auf Unabhängigkeit und Selbstbestimmung

  • Wahlfreiheit

2007 haben alle Heime eine diesbezügliche Charta unterschrieben. Somit verpflichten sie sich gegenüber den Bewohnern zu gewissen Qualitätsstandards in puncto Betreuung.

An diesen Werten orientiert sich die Begleitung der alten Menschen in Wohnstrukturen für Senioren. Um als Alten- und Pflegewohnheim anerkannt zu werden, sieht die Gesetzgebung Maßnahmen vor, die sichern, dass die Einrichtungen vorgenannte Werte respektieren.

Baumaßnahmen in den anerkannten Alten- und Pflegewohnheimen bezuschusst das Ministerium der Deutschsprachigen Gemeinschaft.

Beirat

Der vollständige Name lautet "Beirat für Wohn-, Begleit-und Pflegestrukturen für Senioren sowie für die häusliche Hilfe". Es setzt sich zusammen aus Vertretern:

  • der Heimleitungen

  • von Dienstleistern der häuslichen Hilfe

  • der Krankenpfleger

  • der Seniorenvertretungen

  • von Ärzten

Die Aufgabe des Beirates besteht darin, die aktuellen Entwicklungen und Tendenzen zu verfolgen. Er gibt Gutachten und Empfehlungen ab.

Gesetzliche Grundlage

Die wichtigsten gesetzlichen Bestimmungen zu Wohnstrukturen für Senioren sind das Dekret vom 4. Juni 2007 und der Ausführungserlass vom 26. Februar 1997 zu den Normen, die Alten- und Pflegewohnheime erfüllen müssen.

Wissenswertes

Im Downloadbereich können Sie eine Übersichtstabelle mit allen Dienstleistungen und den aktuellen Heimtarifen herunterladen. Dort finden Sie auch tiefergehende Informationen zu den Heim- und Pflegekonzepten in der Deutschsprachigen Gemeinschaft. Auch empfehlenswert: die statistischen Angaben zur Bevölkerungsentwicklung in der Deutschsprachigen Gemeinschaft (mit dem Fokus auf Senioren) und zum Bewohnerprofil in den hiesigen Alten- und Pflegewohnheimen.