Corona-Krise

Deutschsprachige Gemeinschaft beschließt finanzielle Sofort-Hilfen

Um die Auswirkungen der Corona-Krise abzufedern und die teilweise in ihrer wirtschaftlichen Existenz bedrohten Einrichtungen zu unterstützen, gibt es eine Reihe finanzieller Hilfen. Wie diese aussehen und wie Sie die Hilfen beantragen, lesen Sie hier.

Zuschussgarantie

Was die Zuschüsse anbetrifft, soll Ihnen als gefördertem Träger durch die Corona-Krise kein Nachteil entstehen. Daher wird die Deutschsprachige Gemeinschaft die zugesagten Gelder garantieren.

Indem sie das Zuschussverfahren anpasst, schafft sie Sicherheit für Ihre geförderte Organisation:

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    Bereits genehmigte Zuschüsse werden garantiert ausgezahlt, auch wenn Sie Aktivitäten und Projekte wegen der Corona-Krise absagen oder verschieben müssen. Dies gilt ebenfalls, wenn Ihre Vereinigung ihren Betrieb nur eingeschränkt oder gar nicht führen kann.

  • Wenn Sie eine Aktivität wegen der Corona-Krise absagen müssen, sieht die Deutschsprachige Gemeinschaft alle damit verbundenen Ausgaben und Verpflichtungen als annehmbar an. Das heißt, Ihre Einrichtung kann diese Kosten auf jeden Fall geltend machen.

  • Da, wo es aufgrund der Corona-Krise erforderlich ist, kann die Deutschsprachige Gemeinschaft die üblicherweise geltenden Bedingungen für Zuschüsse lockern.

Liquiditätssteigerung

Den sogenannten strukturell geförderten Organisationen zahlt die Deutschsprachige Gemeinschaft einen Zuschuss für Personal- und Funktionskosten aus. Wenn Ihre Einrichtung zu dieser Gruppe gehört, können Sie ab sofort beantragen, dass die monatlichen Teilzahlungen für April, Mai und Juni in einer Tranche ausgezahlt werden.

Dies hilft Ihrer Einrichtung kurzfristig über eventuelle Liquiditätsengpässe hinweg. Es handelt sich um die vorgezogene Auszahlung bereits genehmigter Zuschüsse.

Corona-Fonds für Einnahmeausfälle und Mehrausgaben

Die Corona-Krise hat dazu geführt, dass zahlreiche Einrichtungen des nicht-kommerziellen Sektors ihre Aktivitäten nur noch stark eingeschränkt durchführen können. Zum nicht-kommerziellen Sektor gehören u.a. der Kulturbereich, der Sportsektor, der Freizeitbereich, die Erwachsenenbildung, aber auch der Gesundheitssektor, die Kleinkindbetreuung, der Sozialsektor, die Altenheime und der Behindertenbereich. Diese Organisationen bieten den Bürgern zahlreiche wichtige Dienstleistungen an.

Wenn die aktuellen Einschränkungen andauern, können Organisationen trotz der ausgesprochenen Zuschussgarantie wirtschaftlich derart gefährdet sein, dass sie in ihrer Existenz bedroht sind und eine Fortführung des Betriebes fraglich ist.

Mit dem Krisendekret vom 6. April ist daher ein Corona-Hilfsfonds geschaffen worden, der mit 10 Millionen Euro dotiert ist. Der Fonds soll dazu dienen, kurzfristig Liquiditätsengpässe zu überbrücken, um Dienstleistungen aufrecht zu erhalten und Arbeitsplätze zu sichern. Konkret werden über den Fonds zinslose Darlehen aufgrund der Corona-Krise erteilt.

Detaillierte Erklärungen entnehmen Sie dem weiterführenden Link.