Pädagogische Mitteilung 29.04.2020

Phasenmodell für Ostbelgien

Wiederaufnahme des Unterrichts: Wer startet wann?

Am 24. April hat der Nationale Sicherheitsrat entschieden, den Unterricht ab dem 18. Mai in Belgien schrittweise wieder aufzunehmen. Gemeinsam mit Schulleitern wurde festgelegt, wie die Wiederaufnahme des Unterrichts in Ostbelgien erfolgen soll.

Die Beschlüsse des Nationalen Sicherheitsrat lauten: Höchstens drei Schuljahre sollen jeweils in den Grund- und Sekundarschulen wieder beschult werden. Priorität haben die Abschlussjahrgänge, die berufliche Bildung und Schüler mit spezifischem Lernbedarf. Der Unterricht in den Kindergärten bleibt ausgesetzt.

Sofern die geltenden Distanz- und Hygieneregeln eingehalten werden können, wird der Unterricht in Ostbelgien phasenweise wieder aufgenommen:

Phase 1: Ab dem 18. Mai 2020

In einem ersten Schritt werden die Abschlussjahrgänge zurück in die Schulen kommen: 6. Primarschuljahr, 6. und 7. Sekundarschuljahr und alle Jahrgänge, in denen ein Befähigungsnachweis verliehen wird (inklusive Förderschulwesen und mittelständische Ausbildung). Diese Schüler erhalten prioritär Zugang zum schulischen Unterricht, um den Erhalt der Diplome und Befähigungsnachweise zu ermöglichen und die Anschlussfähigkeit zu gewährleisten.

Am 22. Mai erfolgt eine Evaluierung. Vorausgesetzt, die Bedingungen für eine sichere Beschulung weiterer Schüler sind erfüllt und die organisatorischen Möglichkeiten und die Anzahl der Schüler, die täglich in der schulischen Betreuung anwesend sind, lassen es zu, tritt Phase 2 in Kraft.

Phase 2: Ab dem 25. Mai 2020

Rückkehr des 1. Primarschuljahres und des 2. Sekundarschuljahres.

In den Primarschulen erhalten die Erstklässler wieder Zugang zum schulischen Unterricht, weil der Fernunterricht für junge Schüler weniger geeignet ist, insbesondere wenn es darum geht, den frühen Schriftspracherwerb zu fördern, den Zahlenbegriff zu festigen und den Erstleseunterricht fachdidaktisch zu gewährleisten. In der zweiten Phase sollen zudem die Schüler des 2. Sekundarschuljahres in die Schulen zurückkehren, da für sie die Orientierung bevorsteht.

Die Wiederaufnahme des Unterrichts und die schulische Betreuung werden auch während der zweiten Phase fortlaufend beobachtet. Am 29. Mai erfolgt eine Evaluierung.

Auf Grundlage der Evaluierung wird entschieden, ob ab dem 8. Juni, in einer 3. Phase, ein weiterer Jahrgang zugelassen und/oder die Anzahl Unterrichtstage für die Schüler erhöht wird, die den Unterricht in der Schule zuvor bereits aufgenommen haben.

Modalitäten zur Wiederaufnahme des Unterrichts

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Jede Schülergruppe erhält an max. 2 ganzen Tagen (oder 4 halben Tagen) pro Woche Unterricht.

An den restlichen Tagen arbeiten die Schüler - wie die Schüler der anderen Jahrgänge auch - weiter im Fernunterricht.

Die Schüler werden in kleinere Gruppen eingeteilt mit mindestens 4 m2 pro Schüler und zusätzlichen 8 m2 pro Lehrer. Die Schüler werden in möglichst feste Gruppen von etwa 10 Schülern mit maximal 14 Schülern pro Gruppe eingeteilt, auch wenn die Räumlichkeiten Platz für mehr Personen bieten. Die Begrenzung auf 14 Schüler ist nötig, um ein effizientes Kontakt-Tracing zu ermöglichen.

Die Wiederaufnahme des Unterrichts erfolgt unter Einhaltung festgelegter Regeln. (siehe Downloadbereich)