28.05.2020

Pädagogische Mitteilung

Wiedereröffnung der Schulen

Kindergärten und Primarschulen starten Anfang Juni wieder durch

Wie sehen die Beschlüsse im Detail aus? Worauf sollen Schüler und Lehrer achten? Lesen Sie eine Zusammenfassung der wichtigsten Fakten!

Ab wann öffnen die Schulen wieder ihre Türen?

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Alle Kindergarten- und alle Primarschulklassen können in die Schule zurückkehren. In begrenztem Umfang können auch weitere Sekundarschüler erneut dem Unterricht folgen:

  • Ab dem 2. Juni können die Kindergrten den regulären Betrieb aufnehmen.

  • Ab dem 8. Juni können die Primarschulen vollzeitig alle Klassen beschulen.

  • Ab dem 8. Juni können die Sekundarschulen, wenn möglich, tageweise weitere Jahrgänge beschulen.

Wie sieht die (schrittweise) Wiedereröffnung aus?

Die örtlichen Gegebenheiten sind von Schule zu Schule anders. Deshalb entscheidet jede Bildungseinrichtung autonom, welche Jahrgänge ab welchem Zeitpunkt und zu welchen Uhrzeiten unterrichtet werden. Ihre Entscheidung hängt von den räumlichen und personellen Möglichkeiten und dem möglichen Rahmen für die (angepassten) Sicherheitsvorkehrungen.

Veränderungen erfolgen nur dann, wenn die Pandemie wieder aufflammt.

Wie sehen die Präventionsmaßnahmen für die Kindergärten und die Primarschulen aus?

Für die Grundschulen gelten bei der Wiedereröffnung folgende allgemeine Grundsätze. Das allgemeine Prinzip lautet: Kontaktblasen, soziale Distanzierung, Handhygiene und Mundmasken sollen das Risiko, dass es zu einer Übertragung im schulischen Kontext kommt, minimieren.

  • Die derzeit gültigen strengen Abstands- und Flächenregeln in Bezug auf die Schüler müssen nicht mehr eingehalten werden. Die soziale Distanzierung zwischen den Kindern wird somit gelockert und der Unterricht im herkömmlichen Klassenverband ermöglicht. Die herkömmliche Klasse wird zur ‚Kontaktblase‘. Kontakte zu Personen außerhalb der Kontaktblase sind zu vermeiden.

  • Es ist weiterhin und besonders darauf zu achten, dass der Mindestabstand von 1,5 m zwischen Schülern und Lehrern und bei Kontakten zwischen Erwachsenen (Personal, Eltern) eingehalten wird. In Situationen, in denen der Mindestabstand nicht eingehalten werden kann (z.B. wenn der Lehrer durch die Klasse geht), sollte eine Maske getragen werden. Auf die soziale Distanzierung ist insbesondere beim Betreten und Verlassen der Schule zu achten und an allen Orten, an denen Gruppenbildung stattfinden kann (z. B. Sanitärblöcke).

  • Alle Räume (Klassenzimmer, Korridore etc.) müssen jederzeit gut belüftet sein.

  • Unterricht im Freien und andere Outdoor-Aktivitätenwerden empfohlen.

  • Während der Pausen sollten Kinder so viel wie möglich in ihrer eigenen Kontaktblase (Klassengruppe) spielen. Die soziale Distanzierung im Freien zwischen Schülern einer und derselben Kontaktblase kann gelockert werden.

  • Besonderes Augenmerk wird auf die Händehygiene der Kinder und der Personalmitglieder gelegt.

  • Kinder oder Personalmitglieder mit klinischen Symptomen müssen zu Hause bleiben. Das gilt auch für Kinder und Personalmitglieder, die zu Risikogruppen gehören. Für diese Kinder muss Fernunterricht gewährleistet werden.

Wann und wie nehmen Kindergärten den Betrieb wieder auf?

Ab dem 2. Juni können die Kindergärten vollständig ihren herkömmlichen Betrieb aufnehmen. In diesem Fall wird die schulische Betreuung für die Kindergartenkinder eingestellt.

Die Klassengruppe wird zur Kontaktblase, auch wenn sie größer als 20 ist. Die gleiche Blase bleibt bis zum Ende des Schuljahres bestehen. Diese Blase gilt für Aktivitäten im Innen- und Außenbereich.

Die Abstandsregel findet auf Kindergartenkinder keine Anwendung. Die Umsetzung der Abstandsregeln während der Pausen ist bei Kleinkindern besonders herausfordernd. Da es sich in der Regel um Outdoor-Aktivitäten handelt, sind die Risiken hier noch geringer. Die Kontakte sollten jedoch möglichst auf die Kinder einer und derselben Kontaktblase beschränkt bleiben.

Die geltenden Richtlinien zur Handhygiene sind weiterhineinzuhalten.

Wann und wie nehmen Primarschulen den Betrieb wieder auf?

Ab dem 8. Juni können alle Primarklassen den Unterricht in der Schule aufnehmen. Für die Klassen, für die der Unterricht aufgenommen wird, wird die schulische Betreuung eingestellt.

Die Abstandsregeln in Bezug auf die Primarschüler können gelockert werden, wodurch der Unterricht in herkömmlichen Klassengruppen ermöglicht wird. Die Klassengruppe wird zur Kontaktblase, auch wenn sie größer als 20 ist. Dieselbe Blase bleibt bis zum Ende des Schuljahres erhalten. Diese Blase gilt für Aktivitäten im Innen- und Außenbereich. Eine Klasse darf Kontakt mit verschiedenen Erwachsenen haben, sollte sich aber auf die Kontaktebeschränken, die unter anderem aufgrund pädagogischer und hygienischer Bedürfnisse erforderlich sind.

Die Abstandsregeln werden in Bezug auf die Distanzen zwischen Schülern gelockert, bleiben aber bestehen bei Kontaktenzwischen Schülern und Personalmitgliedern sowie zwischen Erwachsenen (Personal, Eltern). Beim Unterrichten muss ein Abstand von 1,5 Metern zwischen Lehrern und Schülern eingehalten werden.

Die geltenden Richtlinien zur Handhygiene sind weiter hineinzuhalten.

Wie die Sekundar- und Förderschulen vorgehen können und dort die Präventionsmaßnahmen aussehen, erfahren Sie ausführlich im Downloadbereich auf Seite 53 und 54.