Exit-Strategie Kultur für Ostbelgien

Lockerungen für Kultur, Kinos, Kinder und Jugendliche

Bildung von Kontaktblasen, begrenzte Anzahl von Zuschauern, Entwicklung einer Veranstaltungsmatrix: Es wurde ein Exit-Protokoll ausgearbeitet, mit dem die Kulturlandschaft wieder zum Leben erweckt werden soll.

In der Corona-Krise hat das kulturelle Leben in Ostbelgien weitgehend geruht. Als am 8. Juni Phase 3 begann, wurden die Eckpunkte festgelegt, damit der Kulturbetrieb - darunter auch Kinos – und die Jugendarbeit allmählich wieder Fahrt aufnehmen können. Private und öffentliche Aktivitäten kultureller, sozialer, sportlicher, touristischer und rekreativer Art konnten seit dem 8. Juni schrittweise erneut starten. Diese unterliegen der Einhaltung sektorenspezifischer Protokolle.

An wen genau richtet sich das Exit-Protokoll Kultur?

Das Exit-Protokoll regelt, wie folgende Organisationen wieder ihre Aktivitäten aufnehmen können:

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    Jugendeinrichtungen (Jugendorganisationen, Jugendinformationszentren, Träger der Offenen Jugendarbeit, das Jugendbüro sowie der RdJ)

  • Ferienlager für Kinder und Jugendliche

  • Kultureinrichtungen (professionelle Kulturträger wie Kulturzentren, Veranstalter und Produzenten sowie für den Verband Födekam und die Amateurkunstvereinigungen)

  • kreative Ateliers

  • anerkannte Museen

  • Kinos

Gibt es Grundprinzipien für alle?

Um die Akteure in der Kultur- und Jugendarbeit, aber auch der Nutznießer dieser Dienstleistungen zu schützen, gelten ein paar allgemeingültige Regeln: die Einhaltung von Distanz- und Hygieneregeln, die vorherige Reservierung, begrenzte Zuschauer- und Teilnehmerzahlen, die Entwicklung einer Veranstaltungsmatrix, die gestaffelte Wiederaufnahme kultureller Aktivitäten bis zum Herbst usw. Darüber hinaus wurden für die unterschiedlichen Bereiche weiterführende spezifische Vorgaben festgelegt.

Worauf müssen Kunstsparten mit einem höheren Ausstoß von Tröpfchen und Aerosolen achten?

Dies betrifft etwa den Gesang oder die Blasinstrumente. In Ostbelgien dürfen sie ebenfalls wieder aktiv werden. Allerdings gelten für diese Sparten strengere Auflagen. Diese Maßnahmen beruhen auf den Empfehlungen des deutschen Chorverbands e.V.

Dieses Protokoll wird fortlaufend gemäß den Vorgaben des Nationalen Sicherheitsrats überarbeitet. Wenn die Corona-Epidemie weiter abschwächt, können ab dem 1. Juli weitere Lockerungen in Kraft treten bzw. im gegenteiligen Fall können bestimmte Bedingungen verschärft werden.