Tourismus und HoReCa

Ostbelgische Prämie stützt das Gastgewerbe

Das Gastgewerbe ist massiv von der Corona-Krise betroffen: Die Betriebe mussten schließen. Nun kämpft der HoReCa-Sektor mit weniger Sitzplätzen, Gästen und Aufträgen. Eine ostbelgische Prämie soll nun kurzfristig die Liquidität der Betriebe stärken.

Ostbelgien hat sich zum Urlaubsziel für Rad- und Wandertouristen gemausert - vor allem dank der massiven Investitionen der öffentlichen Hand und des Privatsektors in qualitative Infrastrukturen.

Aber: Aufgrund der Corona-Krise sehen sich 25% der Tourismusbetriebe in ihrer Existenz direkt bedroht.

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Um die Betriebe, die Beschäftigung im Tourismus und die touristische Infrastruktur auch langfristig in Ostbelgien abzusichern, wird die Deutschsprachige Gemeinschaft dem Sektor Prämien in Höhe von insgesamt 3 Mio. Euro steuerfrei über die Gemeinden ausschütten.

Diese einmalige Hilfe wird bei der Gemeinde beantragt. Sie ist mit den Prämien der wallonischen Region sowie den föderalen Hilfen kumulierbar. Jede Gemeinde muss zunächst den Beschluss über diese Prämie fassen, dann erst können die Anträge bei der jeweiligen Gemeinde gestellt werden. Als letzte Gemeinde wird Büllingen diesen Beschluss am 2. Juli fassen können. Die Antragsfrist endet in jedem Fall am 15. Juli 2020.

Für nebenberuflich betriebene touristische Unterkünfte

Beantragen kann die Prämie jede natürliche Person oder privatrechtliche juristische Person, die auf dem Gebiet der jeweiligen Gemeinde über eine Niederlassungseinheit verfügt. Die Antragsteller müssen also keine Unternehmensnummer haben.

Das bedeutet, dass auch nebenberuflich geführte Unterkünfte einen Antrag stellen können. Einzige Bedingung ist eine ordnungsgemäße Registrierung im Ministerium der Deutschsprachigen Gemeinschaft bzw. der laufende Registrierungsprozess.

Für HoReCa und Hotel

Für HoReCa- und Hotelbetriebe ist Voraussetzung, dass der Antragsteller bzw. die Antragstellerin aufgrund der Ministeriellen Erlasse vom 18. und 23. März 2020 zur Festlegung von Dringlichkeitsmaßnahmen zur Eindämmung der Ausbreitung des Coronavirus COVID-19 verpflichtet war, den Betrieb vorübergehend einzustellen. Diese Bedingung gilt nicht für gastronomische Betriebe mit dem NACE-Kode 56.102.

Der Antragsteller reicht bis spätestens zum 15. Juli 2020 seinen Antrag auf Erhalt der Prämie bei der Gemeindeverwaltung ein. Der Antrag enthält folgende Angaben:

  • Identität und Kontaktangaben des Antragstellers

  • Name und Adresse des Betriebes

  • Kontonummer

  • Auszug aus der Zentralen Datenbank der Unternehmen (ZDU) mit Angabe der Unternehmensnummer und des NACE-Kodes.Touristische Unterkünfte reichen NUR den Nachweis ihrer Registrierung durch die Deutschsprachige Gemeinschaft ein bzw. den Beleg, dass die Registrierungsprozedur läuft (anstatt NACE-Kode)

  • Falls das Überbrückungsgeld bezogen wird: der entsprechende Beleg

  • falls kein Überbrückungsgeld bezogen wird: jeder Nachweis, dass der Antragsteller im Zeitraum vor dem 13. März 2020 gegenüber dem belgischen Staat Sozialabgaben geleistet hat.

  • eine eidesstattliche Erklärung, dass der Antragsteller im Falle von mehreren Haupttätigkeiten in einer Niederlassungseinheit nur eine Prämie für die Tätigkeit anfragt, anhand derer im Zeitraum vor dem 13. März 2020 der größere Umsatz erzielt wurde

  • Touristik-Busunternehmen reichen den Beleg ein, dass ihre Flotte mindestens einen Reisebus aufweist.

Höhe der Prämien

Kat. 1 – 10.000 EUR

  • Touristik-Busunternehmen - Betriebe mit NACE-Kode 49.390 und einer Flotte von mindestens einem Reisebus

  • Hotels mit Restaurantbetrieb (Vollbedienung)

  • Catering-Betriebe mit NACE-Kode 56.210 im HAUPTBERUF

Kat. 2 – 7.500 EUR

  • Hotels ohne Restaurantbetrieb (Vollbedienung)

  • Restaurantbetriebe (Vollbedienung) mit NACE-Kode 56.101

Kat. 3 – 2.500 EUR

  • Ferienwohnungen

  • Bed & Breakfast

  • Gruppenunterkünfte

  • Schankwirtschaftsbetriebe mit NACE-Kode 56.301

  • Restaurantbetriebe mit NACE-Kode 56.102

  • Catering-Betriebe mit NACE-Kode 56.210 im NEBENBERUF

Die Projektbeschlüsse und die Anträge werden die oben genannten Informationen vervollständigen und erklären. Wir bitten demnach noch um Geduld bevor Detailfragen eingereicht werden.

Die VoG Wirtschaftsförderungsgesellschaft Ostbelgien, WFG, sammelt die Fragen.