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Kindergeld bei Arbeit: ab April 2020 Stunden statt Tage als Rechnungsbasis

Mit 18 Jahren haben in der Regel alle Jugendliche Anrecht auf Kindergeld, wenn sie sich noch in der Ausbildung befinden. Aber wie verhält es sich bei Arbeit? Was ändert sich zum 1.4.2020?

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Bis der Jugendliche seinen 18. Geburtstag feiert, ist der Anspruch auf Kindergeld bedingungslos. Danach zahlt das Ministerium das Kindergeld weiterhin allen Jugendlichen aus, wenn sie noch zur Schule gehen, einem Studium folgen oder eine Lehre/Ausbildung absolvieren.

Parallel hierzu kann der Jugendliche auch noch sein Taschengeld aufbessern. Aber Vorsicht: Einige Regeln gilt es zu beachten.

Passen Kindergeld und Studentenjob unter einen Hut?

Bei Eltern und den Jugendlichen herrscht häufig eine gewisse Verunsicherung, wenn es um die Frage nach der Verträglichkeit von Kindergeld und Arbeit geht. Wenn volljährige Kinder studieren oder eine Lehre/Ausbildung machen und arbeiten, erhalten sie weiterhin Kindergeld. Dies gilt auch in der sogenannten Verlängerung des Anrechts, sprich die 12-monatige Anspruchsperiode nach dem Studium oder der Ausbildung.

Folgende Tätigkeiten sind erlaubt und dürfen somit ohne Einschränkung ausgeübt werden:

  • Aktivitäten, die das Kind im Rahmen seiner Ausbildungen ausübt
  • der freiwillige Dienst für den Kollektivnutzen
  • eine Beschäftigung im Rahmen eines Studentenvertrages
  • Freiwilligenarbeit
  • der freiwillige Militärdienst
  • eine Tätigkeit als Selbstständiger, für die reduzierte Sozialbeiträge gezahlt werden
  • Tätigkeiten von freiwilligen Feuerwehrleuten und Krankenwagenfahrern.

Bis zum 31.03.2020 sind pro Quartal maximal 23 Tage an Arbeit erlaubt, um den Kindergeldanspruch aufrechtzuerhalten.

Was ändert sich am 1. April 2020?

Neu ist, dass ab dem 1.4.2020 Stunden statt Tage als Berechnungsbasis dienen. Ab dann ist es erlaubt, maximal 175 Stunden im Quartal einer Erwerbstätigkeit über einen "normalen" Arbeitsvertrag nachzugehen.