Armut und ihre finanzielle Dimension
Alle zwei Jahre erscheint ein Bericht, der die Armut in Belgien unter die Lupe nimmt. Der Bericht 2022-2023 beleuchtet die Armutsbekämpfung und setzt diesmal den Fokus auf die finanzielle Dimension von Armut, einem der zentralen Themen der sozialen Ungleichheit in unserer Gesellschaft.
Hinter der Analyse steht der Dienst zur Bekämpfung von Armut, Prekären Lebensumständen und Sozialer Ausgrenzung. Erkenntnisse ostbelgischer Einrichtungen flossen ebenfalls in den Bericht mit ein.
Die zehn wichtigsten Erkenntnisse
Sie bilden das Kernstück des Berichts und unterstreichen die komplexen Herausforderungen der Armutsbekämpfung in einer sich wandelnden sozialen und wirtschaftlichen Lage. Klicken Sie sich durch die Bildergalerie! Den vollständigen Bericht finden Sie im Downloadbereich.
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Dienst zur Bekämpfung von Armut
Der Dienst zur Bekämpfung von Armut ist aus einem Kooperationsabkommen zwischen allen belgischen Teilstaaten entstanden. Er evaluiert die effektive Ausübung der Grundrechte von Personen in schwierigen sozioökonomischen Lebenslagen, wie etwa
- das Recht auf eine angemessene Wohnung
- Zugang zu Energie
- Schutz des Familienlebens
- Sozial- und Gesundheitsschutz
Auf föderaler Ebene arbeitet der Dienst an der Entwicklung und Umsetzung eines Plans zur Armutsbekämpfung mit, an dem alle föderalen Behörden beteiligt sind. Mehr Informationen zum Dienst erhalten Sie über den weiterführenden Link.
Armutsmonitor
Der Armutsmonitor der Deutschsprachigen Gemeinschaft ist ein Instrument zur systematischen Erfassung und Analyse von Armuts- und Ungleichheitsindikatoren in der Region. Er dient als Grundlage für politische Entscheidungen und für die Entwicklung gezielter sozialer Maßnahmen.
Warum gibt es mehrere Indikatoren?
Armut lässt sich nicht allein anhand eines einzelnen Indikators definieren, da sie sich in vielfältiger Form äußert und zudem subjektiv wahrgenommen wird.
Studie der Uni Mons: Armut, Prekarität und sozialen Verwundbarkeit in Ostbelgien
Die Universität Mons hat in Zusammenarbeit mit dem Forschungsinstitut CeRIS eine umfassende Studie zu Armut, Prekarität und soziale Verwundbarkeit in der Deutschsprachigen Gemeinschaft durchgeführt. Der Abschlussbericht analysiert bestehende soziale Dienste, deren Nutzung sowie die Zusammenarbeit zwischen den verschiedenen Akteuren. Ein zentrales Ergebnis ist die Empfehlung, eine Beobachtungsstelle einzurichten, die Daten zur Armutsentwicklung in Ostbelgien sammeln und aufbereiten soll.
Darüber hinaus wird ein interaktives Sozialverzeichnis vorgeschlagen, um die Vernetzung der sozialen Dienste zu verbessern und den Zugang für Betroffene zu erleichtern. Ein weiteres Ziel ist die Schaffung eines Ressourcenzentrums, das Aus- und Weiterbildungsmöglichkeiten für Fachkräfte im Sozialbereich bündeln und zugänglich machen soll.
Weitere Statistiken
Auf dem Statistikportal der Deutschsprachigen Gemeinschaft finden Sie weitere Zahlen und Übersichten rund um das Thema Soziales.