Offene Jugendarbeit

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Musik, Internetcafé, Kickerspielen, usw. - die Jugendtreffs der DG bieten dies und noch viel mehr: Bei der „Offenen Jugendarbeit“ geht es darum, dass die Jugendlichen Gemeinschaft erleben, mitwirken, Verantwortung übernehmen. Die Jugendarbeiter nutzen dazu unterschiedliche Arbeitsmethoden wie die Projektarbeit, die Treffarbeit, die aufsuchende Arbeit und die Einzelfallhilfe.

Die Offene Jugendarbeit basiert auf Sozialraumanalysen und Konzepten, die die Bedürfnisse der Jugendlichen berücksichtigen. 

Sozialraumanalyse

Die Sozialraumanalysen werden pro Gemeinde durch die Jugendarbeiter durchgeführt werden.
Der Sozialraum soll unter Zuhilfenahme von vorhandenen Informationen und Daten erschlossen werden. Die Orte und Räume von Kindern und Jugendlichen – ihre Qualitäten, Bedeutungen und Funktionen – werden untersucht und man nimmt die Lebenswelten von spezifischen Zielgruppen, einzelnen Szenen und Cliquen unter die Lupe. Die Fragen lauten etwa: Wie erleben Kinder und Jugendliche ihr Dorf oder ihren Stadtteil, welche Qualitäten haben Orte und Räume? Wie sieht die Struktur der Lebensräume bestimmter Zielgruppen aus?

Neben der Verwendung von statistischem Material zur Bevölkerungsstruktur und anderer relevanter Daten des jeweiligen Sozialraums werden in einer Lebensweltanalyse diverse qualitative Methoden der „kleinen“ Feldforschung eingesetzt oder auch Aktionsformen der Jugendarbeit selbst, die nutzbar gemacht werden können (z.B. Videostreifzüge). Es werden Schlüsselakteure befragt, wie Gemeindeverantwortliche, Jugendliche und andere auf Gemeindeebene tätige Vereine und Schulen. 

Konzept

In dem Konzept beschreibt der Träger der offenen Jugendarbeit die Umsetzung der gesetzlich vorgegebenen Ziele, Schwerpunkte und Methoden. Zur Erstellung des Konzeptes wurde den Jugendtreffs ein Auswertungsraster vorgestellt. Dieses Raster ist als Hilfestellung vorgesehen und enthält alle Vorgaben und Leitfragen, die in den Konzepten beschrieben werden müssen.
Das Auswertungsraster ist hier im Downloadbereich einzusehen.
Gesetzlich geregelt wird die Offene Jugendarbeit unter Artikel 22 bis 28 des Dekretes vom 6. Dezember 2011 zur Förderung der Jugendarbeit. 

Förderung

Die Förderung der Träger der Offenen Jugendarbeit erfolgt mittels eines Leistungsauftrags, der insbesondere die Arbeitsaufgaben und den Arbeitseinsatz des Jugendarbeiters, die zugeordneten Finanzen sowie die Überprüfung der Dienstleistung regelt. Zur Überprüfung der Umsetzung der Inhalte des Leistungsauftrags wird ein Begleitausschuss eingesetzt. Dieser besteht aus Vertretern der Regierung, des Ministeriums, der Gemeinde und dem Träger der Offenen Jugendarbeit. 

Wo findet Offene Jugendarbeit statt?

Die Liste aller geförderten Jugendtreffs pro Gemeinde finden Sie im Downloadbereich.