Sie lassen Ihren Nachwuchs/Schützling an einem Sommerlager oder an einem Ferienangebot teilnehmen?

Nachstehend finden Sie einige häufig gestellte Fragen, die Ihnen und Ihrem(n) Kind(ern) helfen werden, einen weiteren Schritt nach vorn zu machen. Diese Fragen basieren auf dem Regelwerk „Exit-Strategie Jugend: Umsetzung der Sektorenprotokolle in Ostbelgien“. Diese Regeln entstanden in Zusammenarbeit zwischen den zuständigen Gemeinschaftsministern, den Virologen, den Sektoren Jugend, Sport und Kinderbetreuung.

Ist es annehmbar, mein Kind an einem Lager oder einer Aktivität teilnehmen zu lassen?

Die Entscheidung, die Ferienangebote für Kinder und Jugendliche stattfinden zu lassen, ist nicht einfach so gefallen. Die Experten wurden hier eingehend konsultiert.

Die Organisatoren ergreifen verschiedene Maßnahmen wie z.B. ausreichende Ruhezeiten, regelmäßiges Lüften.

Auch Ihr Kind muss sich weiterhin die Hände waschen

  • zu Beginn und am Ende einer Aktivität

  • vor und nach dem Essen

  • nach einem Toilettenbesuch

 

Ihr Kind hustet und niest nach wie vor in die Armbeuge oder in ein Papiertaschentuch, das es im Anschluss in eine Mülltonne werfen muss.

Kann mein Kind an einem Lager oder einer Aktivität teilnehmen?

Ja, Ihr Kind kann in diesem Sommer ins Ferienlager oder zu Jugendaktivitäten gehen – sofern Ihr Kind:

  • zum Zeitpunkt der Teilnahme nicht krank ist

  • mindestens 3 Tage vor der Teilnahme symptomfrei ist

  • nicht zur Risikogruppe gehört

Gehört Ihr Kind zur Risikogruppe? Dann darf Ihr Kind mit einer ärztlichen Erlaubnis teilnehmen. Dazu müssen Sie ein ärztliches Attest vorweisen.

Hinweis: Wenn Ihr Kind positiv auf Covid-19 getestet wurde, kann es an einem Ferienangebot teilnehmen, wenn zwischen dem Start des Ferienangebots und dem Beginn der Erkrankung 7 Tage liegen UND Ihr Kind innerhalb von mindestens 3 Tagen vor Beginn des Ferienangebots keinerlei Symptome aufweist.

Wenn im direkten Umfeld Ihres Kindes eine Person positiv auf Covid-19 getestet wurde, darf Ihr Kind innerhalb der nächsten 14 Tagen nach dem letzten Risikokontakt oder 14 Tage nachdem dem infizierten Familienmitglied erlaubt wurde, die häusliche Isolation zu beenden, nicht an einem Ferienangebot teilnehmen.

Welches sind die Risikogruppen und was ist, wenn mein Kind unter diese Gruppen fällt?

Die Risikogruppen sind in dem Dokument „Kinderärzte“ im Downloadbereich aufgeführt. Im Zweifelsfall können Sie sich jederzeit an Ihren Hausarzt wenden, der Ihnen weiterhelfen kann.

Bei einigen dieser Risikogruppen ist es ausreichend, wenn der Erziehungsberechtigte sein Einverständnis zur Teilnahme des Kindes an dem Angebot schriftlich einreicht, d.h. wenn es sich um eine chronische Krankheit handelt, die mit Medikamenten unter Kontrolle ist.

Sie können sich jederzeit an Ihren Hausarzt wenden, der gemeinsam mit Ihnen beurteilen kann, ob eine Teilnahme möglich ist und wie diese aussehen könnte.

Bei anderen Risikogruppen ist für die Teilnahme jedoch die Erlaubnis des Arztes erforderlich. Sprechen Sie mit Ihrem Hausarzt über mögliche Risiken.

Wenn besondere Sorgfalt oder Aufmerksamkeit erforderlich ist, nehmen Sie bitte unbedingt Kontakt mit den Organisatoren des Ferienangebots auf. Manche Dinge mögen Ihnen vor Beginn der Aktivität schwierig oder nicht durchführbar erscheinen – suchen Sie aktiv das Gespräch.

Welche Daten müssen dem Organisator mitgeteilt werden?

Der Organisator eines Ferienangebots ist stets bemüht, beispielsweise die Aktivitäten, oder mögliche Mahlzeiten den Bedürfnissen der Teilnehmer bestmöglich anzupassen. Damit dies gelingt, wird der Organisator Sie darum bitten, für Ihr Kind einen persönlichen Gesundheitsbogen auszufüllen. Darüber hinaus werden folgende Dokumente und Daten abgefragt:

  • Zustimmung der Erziehungsberechtigten des Teilnehmers, die es den Betreuern erlaubt, dringende medizinische Entscheidungen (COVID-19-Situation oder nicht) zu treffen, dem Teilnehmer gegebenenfalls eine Dosis Paracetamol zu verabreichen und Kontakt mit dem Hausarzt des Teilnehmers aufzunehmen

  • eine eidesstaatliche Erklärung des Erziehungsberechtigten, aus der hervorgeht,

    • dass er oder eine von ihm bezeichnete Kontaktperson während der gesamten Zeitspanne des Ferienangebots telefonisch erreichbar sein wird

    • dass er den Teilnehmer während der gesamten Zeitspanne des Ferienangebots jederzeit sofort abholen kann und bei Bedarf wird

    • dass er den Teilnehmer so bald wie möglich (und spätestens innerhalb von 24 Stunden nach der Rückkehr) von seinem Hausarzt oder einem anderen Arzt untersuchen lassen wird

  • eine Zustimmung der Erziehungsberechtigten, aus der hervorgeht, dass das Testergebnis eines eventuellen Corona-Tests, der an dem kranken Teilnehmer durchgeführt wurde, der Person mitgeteilt wird, die im Rahmen des Ferienangebots für die medizinische Nachsorge verantwortlich ist

  • die Nationalregisternummer/Vignette der Krankenversicherung des Teilnehmers

  • ein persönlicher Gesundheitsbogen, der den derzeitigen Gesundheitszustand des Teilnehmers bescheinigt, und ggf. ein ärztliches Attest, aus dem hervorgeht, dass der Gesundheitszustand mit der Teilnahme an dem Ferienangebot vereinbar ist. Die Kontaktdaten des Hausarztes sind auf dem Bogen anzugeben

Darüber hinaus ist der Organisator eines Ferienangebots dazu verpflichtet, ausführliche Teilnehmerlisten mit den Kontaktdaten aller Teilnehmer derselben Kontaktblase zu führen.

Sofern bei einem Teilnehmer während oder nach Abschluss der Aktivität Corona-Symptome auftreten, kann der Hausarzt des Teilnehmers einen Corona-Test verschreiben. Wenn das Test-Ergebnis positiv ist, bitten wir Sie, den Organisator des Ferienangebots entsprechend zu informieren. Parallel dazu wird die Corona Kontakt Tracing Zentrale mit der getesteten Person (im Falle von Kindern mit dem Erziehungsberechtigten) telefonisch in Kontakt treten.

Um die Ausbreitung des Virus durch die Ferienangebote zu vermeiden, wird die Kontakt Tracing Zentrale in Zusammenarbeit mit dem Organisator des jeweiligen Angebots die Kontakte des Indexfalls auf Grundlage der Teilnehmerliste ausfindig machen.

Dem Organisator eines Ferienangebots wird nicht der Name der positiv getesteten Person mitgeteilt, sondern lediglich, zu welcher Kontaktblase (bspw. Gruppe Zwerge) er gehörte.

In einem nächsten Schritt wird die Kontakt Tracing Zentrale die betroffenen Personen telefonisch kontaktieren, um sie über die notwendigen Maßnahmen zur Eindämmung des Virus zu informieren.

Gelten die Regeln der sozialen Distanzhaltung während des Lagers/der Aktivität?

Jedes Lager, jede Spieleanimation, jede Tagesaktivität für Kinder und Jugendliche wird in Kontaktblasen von bis zu 50 Personen aufgeteilt.

Innerhalb dieser Blase muss Ihr Kind nicht 1,5 m Abstand halten. Die Aktivitäten können einfach mit den Teilnehmern, die zur selben Blase gehören, durchgeführt werden. Sie spielen, essen, schlafen, tanzen, basteln... innerhalb ihrer eigenen Blase und ohne Kontakt mit der/den anderen Blase(n).

Innerhalb der Blasen wird in Bezug auf die Intensität des Kontaktes zwischen -12 und +12 Jahren unterschieden. Ab +12 Jahren besteht ein höheres Ansteckungsrisiko. Dies wird bei der Auswahl der Aktivitäten berücksichtigt. Auch in Bezug auf externe Personen wird bei +12-Jährigen der sozialen Distanzhaltung und/oder dem Gebrauch von Mundmasken besondere Aufmerksamkeit geschenkt.

Der Kontakt mit Menschen außerhalb der Blase wird vermieden. Bei Ferienangeboten mit Übernachtung ist ein Besuchstag oder eine Abschlussveranstaltung für Sie als Elternteil in diesem Jahr nicht möglich. Um die Kinder zu bringen und abzuholen, können die Organisatoren unterschiedliche Zeitfenster festlegen oder Formen wie „Kiss and Ride“ (Kinder aussteigen lassen und weiterfahren) vorschlagen. Die Organisatoren der Angebote werden Sie entsprechend informieren.

Muss mein Kind während des Lagers/der Aktivität eine Mundmaske tragen?

Innerhalb der Kontaktblase Ihres Kindes ist das nicht notwendig.

Eine Mundmaske wird erst dann wichtig, wenn zwei unterschiedliche Blasen miteinander in Kontakt kommen. Hierbei wird jedoch zwischen Kindern unter und Kindern über 12 Jahren unterschieden.

Es gibt bestimmte Situationen, in denen +12-Jährige eine Mundmaske tragen müssen:

  • wenn sie öffentliche Verkehrsmittel nutzen

  • wenn sie zu stark besuchten Orten fahren, wo sie keinen Abstand halten können

  • wenn sie Kontakt mit externen Personen haben

 

Hat Ihr Kind eine Schürfwunde, die versorgt werden muss? Der Betreuer wird dies mit einer chirurgischen Mundmaske und mit Handschuhen tun. Ihr Kind muss keine Maske tragen.

Muss ich mich selbst um eine Mundmaske für mein Kind kümmern?

Sofern Ihr Kinder über 12 Jahre alt ist, bitten wir Sie, die beiden Stoffmasken, die bereits über die Gemeinden an alle Haushalte in der Deutschsprachigen Gemeinschaft gingen, Ihrem Kind in gewaschenem Zustand in einer sauberen Plastiktüte mitzugeben.

Was passiert, wenn mein Kind während des Lagers/der Aktivität erkrankt?

Wenn ein Kind erkrankt, wird ein festgelegtes Verfahren befolgt. Die Betreuer stellen einen Quarantänebereich an dem Ort zur Verfügung, an dem Ihr Kind bei Verdacht auf eine Infektion von den anderen Teilnehmern isoliert werden kann.

Die Betreuer können Sie darum bitten,

  • Ihr Kind unverzüglich vom Ferienangebot abzuholen

  • Ihr Kind binnen 24 Stunden auf Covid-19 testen zu lassen

Wer erschöpft ist, neigt dazu, schneller krank zu werden. Um das zu vermeiden, sorgen die Betreuer dafür, dass sich alle Teilnehmer ausreichend ausruhen können.

Wenn sich herausstellt, dass sich Ihr Kind mit dem Coronavirus infiziert hat, werden Sie anschließend von der Corona Kontakt Tracing Zentrale kontaktiert. Diese versorgt Sie mit allen notwendigen Informationen. Wenn ein anderer Teilnehmer des Ferienangebots positiv auf Covid-19 getestet wurde, werden Sie entsprechend informiert.

Werden im Rahmen der Aktivitäten Ausflüge stattfinden können?

Alle Aktivitäten finden so weit wie möglich unter freiem Himmel und an ihrem eigenen (Lager-)Ort statt. Die Experten raten beispielsweise von einer Wanderung an einen anderen Ort ab, sie ist jedoch nicht verboten. Organisationen, die sich für bestimmte Exkursionen entscheiden, berücksichtigen die an diesem Ort und in Bezug auf externe Personen geltenden Maßnahmen (mögliche Mundmasken, Abstand halten, etc...).

Auch im umgekehrten Sinne wird der Kontakt mit externen Personen vermieden. Beispielsweise wird von Workshops mit externen Personen, die punktuell das Lager/die Aktivität besuchen, abgeraten.

Kann mein Kind diesen Sommer an verschiedenen Aktivitäten teilnehmen?

Einen Tag den Jugendtreff besuchen und am nächsten Tag an einer Spieleanimation teilnehmen? Virologen empfehlen, sich für eine Aktivität pro Woche zu entscheiden und so weit wie möglich innerhalb derselben Blase zu bleiben. Zusätzlich ist es ratsam, mindestens 2 Tage zwischen zwei aufeinander folgenden Ferienangeboten verstreichen zu lassen.

Begrenzen Sie in der Zeitspanne zwischen zwei Aktivitäten so weit wie möglich die Blasen, in denen Ihr Kind Kontakte hat und seien Sie wachsam bei Symptomen.

Achten Sie also darauf, dass Ihr Kind den Sommer genießt, lassen Sie es an verschiedenen Aktivitäten teilnehmen, aber wechseln Sie nicht innerhalb einer Woche zwischen den Aktivitäten.

Welche Rolle kann ich als Elternteil spielen, damit die Sommeraktivitäten reibungslos verlaufen?

Seien Sie sich als Eltern insbesondere der Tatsache bewusst, dass dieser Sommer anders sein wird. Bereiten Sie Ihre Kinder auf die getroffenen Maßnahmen vor und erklären Sie ihnen, wie beispielsweise das Abholen und Bringen abläuft, worauf das Kind hinsichtlich Handhygiene achten muss, usw.

Durch die Auswahl von Kontaktblasen, in denen ein normaler Kontakt möglich ist, versuchen wir, dies für Ihr Kind so normal wie möglich zu gestalten.