Sie betreuen ein Sommerlager oder animieren ein Ferienangebot?

Nachstehend finden Sie einige häufig gestellte Fragen, die Ihnen helfen werden, einen weiteren Schritt nach vorn zu machen. Diese Fragen basieren auf dem Regelwerk „Exit-Strategie Jugend: Umsetzung der Sektorenprotokolle in Ostbelgien“. Diese Regeln entstanden in Zusammenarbeit zwischen den zuständigen Gemeinschaftsministern, den Virologen, den Sektoren Jugend, Sport und Kinderbetreuung.

Ich bin Betreuer eines Lagers mit Übernachtung, kann aber nicht von Beginn bis Ende am Lager teilnehmen.

Es ist möglich, dass ein Betreuer anreist, bevor ein Lager beginnt, und abreist, bevor das Lager endet. Wichtig ist, dass diese Person von Anfang an zu der maximal zugelassenen Teilnehmerzahl (50) zählt.

Wenn eine Person das Lager verlässt, darf sie nicht zu einem späteren Zeitpunkt nochmals zum Lager zurückkehren. Denn dann ist sie ein potenzieller Überträger des Virus. Es ist verboten, für Animationen von Lager zu Lager zu ziehen oder auch nur zu übernachten.

Kann ich als Betreuer von Ferienangeboten einzelne Workshops für verschiedene Kontaktblasen geben und/oder von Kontaktblase zu Kontaktblase springen?

Nein.

Ein Betreuer zählt von Anfang an zu der maximal zugelassenen Teilnehmerzahl (50) einer einzigen Kontaktblase. Es ist nicht möglich, zwischen Kontaktblasen zu springen.

Darf der Hauptverantwortliche von verschiedenen Kontaktblasen zu Rate gezogen werden?

Ja.

Wenn möglich, sollte man sich zunächst telefonisch austauschen. Wenn sich ein Besuch als notwendig erweist, ist dieser nur unter strengen Bedingungen möglich: für einen kurzen Zeitraum, mit Mundschutz und unter Beachtung der sozialen Distanz zu den Teilnehmern.

Können wir ein physisches Treffen unter Betreuern organisieren, um die Ferienanimation zu organisieren?

Ja.
Der Nationale Sicherheitsrat hat am 3. Juni entschieden, dass ab dem 8. Juni Aktivitäten im Jugendbereich mit bis zu 20 Personen (beispielsweise zur Vorbereitung einer Ferienanimation) möglich sind.

Haben die Bürgermeister ein Mitspracherecht bei der Durchführung der Ferienangebote?

Ja.

Ein Bürgermeister kann per Gemeindebeschluss spezifische Auflagen für Ferienangebote geltend machen.

Sind die Regeln für alle Organisationen die gleichen?

Ja.

Das allgemeine Protokoll ist für alle Organisationen das gleiche und bindend. Jede Organisation kann jedoch zusätzliche Maßnahmen ergreifen.

Können Jugendorganisationen ein Vorlager abhalten?

Vorlager, sei es nur mit den Betreuern oder auch mit den ältesten Kindern, sind möglich. Wichtig ist, dass sie sich mit maximal 50 verschiedene Personen und für alles, was sich auf dem Lagerplatz befindet, während der gesamten Dauer des Lagers aufhalten. Achtung, Vorlager dürfen nicht vor dem 1. Juli beginnen.

Können Jugendorganisationen alternativ auch Lager ohne Übernachtung organisieren?

Ja.

Was muss beachtet werden, wenn einer anderen Kontaktblase Ausrüstung ausgeliehen/übergeben wird?

Das Material muss desinfiziert werden, wenn es von einer Kontaktblase zu einer anderen bewegt wird. Hierzu erhält jede Organisation ein „Hygiene Starter Kit“ über die Deutschsprachige Gemeinschaft.

Worauf müssen die Betreuer in diesem Jahr bei den Aktivitäten besonders achten?

  • am festen Standort, soweit wie möglich unter freiem Himmel, komplettes Gelände nutzen

  • Räumlichkeiten regelmäßig lüften

  • regelmäßig Hände waschen

  • Kontaktflächen regelmäßig reinigen

  • in die Armbeuge husten und niesen

  • gebrauchte Taschentücher direkt in einem geschlossenen Mülleimer entsorgen

  • im Falle einer Wundversorgung einen Mundschutz und Handschuhe tragen

  • in der Kontaktblase bleiben, externe Gäste nicht zulassen, zur Außenwelt genügend Abstand halten

  • Ausflüge soweit wie möglich vermeiden

  • ausgewogenes Programm mit ausreichend Ruhephasen organisieren

Können Untergruppen in einem Gebäude zusammenkommen und eine 50er-Blase bilden?

Ja.

Mehrere Untergruppen können zusammen eine große Kontaktblase (mit insgesamt 50 Teilnehmern) bilden. Diese Konstellation muss von Anfang bis Ende des Ferienangebots beibehalten werden.

Können Eltern im Falle eines Lagers mit Übernachtung am Aufbau der Betten, Bauten, uvm. teilnehmen?

Nein, das ist nicht erlaubt.

Wie erfahre ich als Organisator, ob ein Teilnehmer zu einer Risikogruppe gehört?

Für alle Ferienangebote werden zurzeit einheitliche Vordrucke für einen medizinischen Fragebogen als Vorlage erarbeitet.

Die Eltern müssen dieses Dokument spätestens am ersten Tag des Ferienangebots aushändigen.

Welche administrativen Schritte müssen unternommen werden?

Bitte sammeln Sie an einem zentralen Ort

  • die elterliche Teilnahmeerlaubnis (sofern vorhanden)

  • den medizinischen Fragebogen

  • die Zustimmung der Erziehungsberechtigten, die es den Betreuern erlaubt, dringende medizinische Entscheidungen zu treffen, dem Teilnehmer ggf. eine Dosis Paracetamol zu verabreichen und den Hausarzt des Teilnehmers zu kontaktieren

  • eine eidesstaatliche Erklärung der Erziehungsberechtigten, aus der hervorgeht,

    • dass die von ihnen bezeichneten Kontaktpersonen während der gesamten Zeitspanne des Ferienangebots telefonisch erreichbar sein werden;

    • dass sie den Teilnehmer während der gesamten Zeitspanne des Ferienangebots jederzeit sofort abholen können und bei Bedarf werden

    • dass sie den Teilnehmer so bald wie möglich (und spätestens innerhalb von 24 Stunden nach der Rückkehr) von seinem Hausarzt oder einem anderen Arzt untersuchen lassen werden

  • Die Zustimmung der Erziehungsberechtigten, aus der hervorgeht, dass das Testergebnis eines eventuellen Corona-Tests, der an dem kranken Teilnehmer durchgeführt wurde, dem medizinisch Verantwortlichen des Ferienangebots mitgeteilt wird

  • eine detaillierte Teilnehmerliste (Name, Vorname, Anschrift, Kontaktdaten, Geburtsdatum)

  • eine Auflistung mit den Kontaktdaten externer Personen, die einen direkten Bezug zur Kontaktblase haben (bspw. Catering)

Sofern bei einem Teilnehmer während oder nach Abschluss der Aktivität Corona-Symptome auftreten, kann der Hausarzt des Teilnehmers einen Corona-Test verschreiben. Wenn das Test-Ergebnis positiv ist, wird die Corona Kontakt Tracing Zentrale mit der getesteten Person (im Falle von Kindern mit dem Erziehungsberechtigten) telefonisch in Kontakt treten.

Um die Ausbreitung des Virus durch die Ferienangebote zu vermeiden, wird die Kontakt Tracing Zentrale in Zusammenarbeit mit dem Organisator des jeweiligen Angebots die Kontakte des Indexfalls auf Grundlage der Teilnehmerliste ausfindig machen.

Dem Organisator eines Ferienangebots wird nicht der Name der positiv getesteten Person mitgeteilt, sondern lediglich, zu welcher Kontaktblase (bspw. Gruppe Zwerge) er gehörte.

In einem nächsten Schritt wird die Kontakt Tracing Zentrale die betroffenen Personen telefonisch kontaktieren, um sie über die notwendigen Maßnahmen zur Eindämmung des Virus zu informieren.

Wie sieht es mit der Verantwortung der Betreuer aus, wenn ein Covid-19 Fall während der Aktivität auftritt?

Wenn ein Covid19-Fall auftritt, können die Betreuer nicht als verantwortlich angesehen werden, wenn alle Vorsichts- und Hygienemaßnahmen eingehalten wurden.

Werden wir nach Abschluss des Ferienangebots eine Quarantäne einhalten müssen?

Dies hängt davon ab, ob ein Teilnehmer während des Ferienangebots oder in dem Zeitraum von 2 Tagen nach Abschluss des Ferienangebots Symptome aufweist und positiv auf Covid-19 getestet wurde. Die entsprechenden Maßnahmen sind in dem Notfallplan vermerkt.  

Ist fließendes Wasser während des Ferienangebots Pflicht?

Nein.

Teilnehmer müssen in der Lage sein, sich regelmäßig die Hände waschen zu können, ob mit oder ohne fließendes Wasser.

Können wir Aktivitäten in den Wäldern durchführen?

Aktivitäten in den Wäldern sind erlaubt.

Ist eine Übernachtung außerhalb des Lagerortes (Overlife, Hike) möglich?

Nein.

Die Teilnehmer (Leiter, Betreuer, Köche) müssen auf dem Lagerplatz schlafen.

Wanderungen in Kleingruppen (ohne Betreuer) zu organisieren, ist ebenfalls verboten. Man schläft nicht außerhalb seiner Blase und man bringt die Teilnehmer nicht in potenziellen Kontakt mit Externen.

Sind Fahrgemeinschaften erlaubt?

Fahrgemeinschaften sind erlaubt.

Es wird angeraten, dass nur ein Erwachsener die Kinder im Auto begleitet. Ein Mundschutz ist für über 12-Jährige zu tragen, wenn sie nicht derselben Familie angehören.

Können die Teilnehmer in Reisebussen zu den Lagern und Animationen befördert werden?

Ja.
Es gilt die Regel: eine Kontaktblase pro Bus. Die Gesamtkapazität des Busses darf jedoch ausgelastet werden, wenn der Fahrer geschützt ist, der Bus ausreichend gelüftet und nach der Fahrt vollständig desinfiziert wird. Die Kinder und Jugendlichen brauchen keine Maske zu tragen.

Bei Doppeldeckerbussen kann auf jeder Etage eine andere Kontaktblase befördert werden, sofern die Luftzufuhr zwischen den beiden Ebenen getrennt bleibt. Es ist darauf zu achten, dass die beiden Kontaktblasen beim Ein- und Ausstieg nicht zusammenkommen. Wird mehr als eine Kontaktblase (pro Etage) befördert, gelten die allgemeinen Regeln zur Beförderung in Bussen/Reisebussen.

Was passiert, wenn ein Kind während des Lagers/der Aktivität erkrankt?

Wenn ein Kind erkrankt, wird ein festgelegtes Verfahren befolgt (siehe Notfallplan).

Die Betreuer stellen einen Quarantänebereich an dem Ort zur Verfügung, an dem das Kind bei Verdacht auf eine Infektion von den anderen Teilnehmern isoliert werden kann.

Im Falle eines Lagers mit Übernachtung verständigen die Betreuer die Erziehungsberechtigten und bitten sie, den Teilnehmer unverzüglich abzuholen.  

Wer erschöpft ist, neigt dazu, schneller krank zu werden. Um das zu vermeiden, sorgen die Betreuer dafür, dass sich alle Teilnehmer ausreichend ausruhen können.